Medaillen

Medaillen haben in der Regel Münzform, aber im Gegensatz zu Münzen haben sie keinen Zahlungswert. Es sind kleine Kunstwerke von vergleichsweise geringem Format, die vor allem hergestellt werden, um die Erinnerung an eine Person (Porträtmedaille) oder ein Ereignis (Geschichtsmedaille) wach zu halten. Daneben gibt es Sitzmedaillen, Rechenpfennige, Einführungsmedaillen, Zunftmedaillen usw.

Bleiplakette

Bleiplakette

Nein, hier ist kein Tanzschritt abgebildet, sondern der Abschluss einer Allianz. Ähnlich wie in Italien werden auch in den Niederlanden ab der Renaissance Medaillen hergestellt. Diese einseitig gegossene Bleiplakette ist Teil einer siebenteiligen Serie, die komplett dem Aufstand und der Erstürmung der Zitadelle in Antwerpen im August 1577 gewidmet ist. Die Medaille hat einen Durchmesser von 17,1 cm.

Medaille

Medaillen und Anhänger

Medaillen sind nicht nur dafür bestimmt, in Schränken aufbewahrt zu werden: Einige von ihnen können auch als Anhänger getragen oder an das Revers eines Kleidungsstücks gesteckt werden. In den Jahren 1789 bis 1790 trugen die Anhänger der brabantischen Revolution Erkennungszeichen unterschiedlicher Form und Beschaffenheit, auf denen Wappenschilder, der Löwe von Brabant oder die Führer der brabantischen Revolution, Henri van der Noot und General van der Meersch, dargestellt waren.

Porträtmedaille

Porträtmedaille

Adolphe Jouvenel (1798-1867) gravierte dieses wundervolle Bronze-Portrait von Königin Louise-Marie, als diese 1850 starb. Aber es gibt nicht nur Porträtmedaillen von Königen und Königinnen. Wie die Medaillensammlung des Museums zeigt, ließen sich auch zahlreiche andere Persönlichkeiten in Metallform verewigen.