Gegenstände und Geräte

Neben Zahlungsmitteln, Medaillen, Gemälden und Stichen, Büchern und Archiven bewahrt das Museum der Nationalbank auch eine Reihe Gegenstände und Geräte auf.

Der Bestand ist sehr vielfältiger Art und reicht von kleinen Spardosen und Geldbeuteln bis hin zu großen schweren Geräten, die aus der Hauptkasse oder der Druckerei der Bank stammen.

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das Schiff A4

Dieses Modell des Schiffs A4 befindet sich in Saal 3 des Museums und steht für eine besondere Episode der Geschichte der Nationalbank. Das Schiff spielte eine wichtige Rolle bei der Evakuierung des Geldes und der Wertpapiere der Bank von Ostende nach England im Jahre 1940.

Hubert Ansiaux, Inspektor bei der Bank und später deren Gouverneur (1957-1971), erhielt den Auftrag, den Transport zu organisieren. Wer gut hinsieht, erkennt seine Silhouette auf der Schiffsbrücke.

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Geldwechseltisch

Dieser Geldwechseltisch stammt aus Italien, wo “banco” die Mutter aller Banken ist. Dieses Möbel aus dem 16. Jahrhundert verfügt bereits über ein raffiniertes Sicherheitssystem: Geheimfächer und eine mit einem beeindruckenden Schlüssel verschließbare Kasse. Diese Tische waren bisweilen Gegenstand des Volkszorns, vor allem dann, wenn ihre Besitzer ihren finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen konnten. Ein zerstörter Wechseltisch heißt “banco rotto”, d. h. sein Besitzer ist bankrott.

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Spardosen

Spardosen gibt es in allen Formen und Materialien. Vor allem das Schwein ist eine traditionell beliebte Form.

In Saal 15 des Museums wird dafür die folgende Erklärung gegeben: Bis zur industriellen Revolution war die Bevölkerung überwiegend ländlicher Herkunft. Das Mästen eines oder mehrerer Schweine war für viele Bauern das am besten geeignete Mittel, um einen Vorrat für schlechte Zeiten anzulegen.

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Münzgewichtkasten

Die Münzen verfügten lange Zeit über einen Eigenwert, d. h. sie waren soviel wert wie das Edelmetall wog, aus dem sie gefertigt waren. Sie mussten also gewogen werden.

Händler und Geldwechsler hatten ihre Waage und Gewichte, die sie in einem praktischen Kasten aufbewahrten, immer dabei (na ja, immer …). Einige dieser Münzgewichtkästen wie dieses Antwerpener Exemplar aus dem Jahr 1730 sind auf der Innenseite des Deckels mit einem Stempel versehen, der interessante Texte und Bilder enthält.

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Burroughs-Rechenmaschine

Bevor es die Informatik gab, verwandten die Bankangestellten vor allem Feder und Papier. Aber auch sie verfügten bereits über Apparate, die ihnen das Leben ein wenig erleichterten: Rechen- und Schreibmaschinen.

Einige dieser ausrangierten Geräte, wie diese Burroughs-Rechenmaschine, befinden sich jetzt im Museum.

 

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Guillochiermaschine

Guillochen sind Zeichnungen, die aus einer ganzen Reihe Linien, Kreisen und Ellipsen bestehen. Sie sind schwer nachzumachen und daher als Sicherheitsmerkmale von Banknoten bestens geeignet.

Die Zeichner der Druckerei setzten sie häufig ein und dachten sich die einfallsreichsten Konstrukte aus. Dabei verwendeten sie diese Maschine. Heute kommt die Guillochiermaschine nicht mehr zum Einsatz und hat dem Computer Platz gemacht.