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Die Fassade des Museums der Belgischen Nationalbank

Bevor wir genauer auf dieses Thema eingehen, sollten wir ein paar Worte über das Hôtel du Gouverneur verlieren. Im Französischen bezeichnet das Wort „Hôtel“ seit dem 18. Jahrhundert den festen oder vorübergehenden Stadtwohnsitz einer hochgestellten Persönlichkeit, in diesem Fall des Gouverneurs. Die Satzung der Belgischen Nationalbank sah vor, dass der Gouverneur in Brüssel wohnen musste; im Gegenzug übernahm die Nationalbank die Möblierung und Unterhaltung seiner Wohnung.

Die Expo 58, das Atomium und die Belgische Nationalbank

Die Expo 58, offiziell „Exposition Universelle et Internationale de Bruxelles“ (Internationale Weltausstellung Brüssel) genannt, fand vom 17. April bis 19. Oktober 1958 auf dem Heysel-Plateau, im Laken-Park, im Wald von Ossegem und im Schloss Belvédère statt. Sie lockte rund 42 Millionen Besucher an und war Anlass für umfangreiche Bauarbeiten im Stadtgebiet von Brüssel.

Die ersten „belgischen” Münzen: Lion d’or und Lion d’argent der Vereinigten Belgischen Staaten

Im Jahr 1830 erlangte Belgien seine Unabhängigkeit. Die Geschichte des belgischen Franken, der 1999 durch den Euro ersetzt wurde, reicht bis in das Jahr 1832 zurück, in dem seine Merkmale gesetzlich geregelt wurden. Die ersten „belgischen“ Münzen wurden einige Jahre früher, nämlich 1790, geschlagen.

Die Wiege der europäischen Banknote steht in … Schweden

Im Jahre 1654 erregte die junge schwedische Königin Christina mit ihrer Abdankung und ihrem Übertritt zum römisch-katholischen Glauben Aufsehen. Das Land war aufgrund ihrer unkonventionellen und extravaganten Entscheidungen sowie aufgrund der Folgen des erst kurz zuvor beendeten Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) hoch verschuldet.

Das Geld als Symbol für die Vergänglichkeit: eine Warnung in Bildern

Frans Franken II (Antwerpen, 1581-1642), ein sehr talentierter flämischer Maler, Sohn von Frans I. und Vater von Frans III., soll ein bekanntes Atelier in Antwerpen geleitet haben. Er ist das berühmteste und produktivste Mitglied der Franken-Dynastie.

Einführung des Euro auf Zypern und Malta

Am 1. Januar 2008 wurde die Eurozone durch den Beitritt Zyperns und Maltas von 13 auf 15 Mitgliedstaaten erweitert. Beide Länder sind erst seit wenigen Jahren, genauer gesagt seit dem 1. Mai 2004, Mitglieder der Europäischen Union.

Der Vierlander, ein Vorläufer des Euro. Die Anfänge einer Währungsunion

Seit der Erfindung des Geldes haben viele Regionen, Städte, Länder und Völker ihre eigenen Zahlungsmittel eingesetzt. Hierdurch ist eine enorme Vielfalt an Währungen entstanden. Der Euro, der heute in immer mehr Ländern als Zahlungsmittel verwendet wird, ist das Ergebnis eines langwierigen Prozesses, der zur europäischen Währungsunion führte. Der Vierlander (= vier Länder), eine Silbermünze aus dem 15. Jahrhundert, die wir diesen Monat vorstellen, gehört zu den frühen Wegbereitern der Währungsunion.

Der Wechseltisch

Manch einer wird sich fragen, warum mitten im größten Ausstellungsraum des Museums der Belgischen Nationalbank, in dem die Geschichte des Geldes erzählt wird, ein Holztisch steht. Die Antwort ist recht einfach: Dieser Tisch gehörte einem Geldwechsler, der nicht nur Geld wechselte (wie die Berufsbezeichnung schon andeutet), sondern auch als Bankier tätig war. Im späten Mittelalter hielten die ersten Geldwechsler Einzug in die niederländischen Städte. Betrachtet man die ungeheure Vielfalt der sich zu jener Zeit im Umlauf befindlichen Währungen, wird einem sofort klar, welch wichtige Rolle Geldwechsler im mittelalterlichen Wirtschaftsleben spielten.

Das erste Jahrhundert der BNB: die Zeit der Erneuerung

Da jede berühmte Persönlichkeit eine bestimmte Nationalität besitzt, sind die Kopfbildnisse seit der Euro-Einführung von den Banknoten verschwunden. Sie wurden durch Gebäude ersetzt, die für die verschiedenen europäischen Baustile der letzten Jahrhunderte stehen. Im vergangenen Jahrhundert hat sich die Darstellung von Portraits immer mehr zum Hauptmotiv der belgischen Banknoten entwickelt.

Nazi-Falschgeld in der Nationalbank

Diesen Monat stellen wir Ihnen einen Geldschein vor, den Sie in der Nationalbank nicht vermuten würden. Es handelt sich in der Tat um die einzige Falschnote in den Museumsvitrinen. Um die Anwesenheit dieses Scheins dort zu erklären, müssen wir uns zurück in Europas Vergangenheit begeben, genauer gesagt in die Geschichte des Zweiten Weltkrieges. Dieser Schein dokumentiert eine der bedeutendsten Geldfälschungen, die jemals stattfanden, und eingefädelt wurde sie in Nazideutschland.