Muscheliges und Kuscheliges in der Warengeld-Sammlung  Share

Kanadische Biber Fell

Kanadische Biber Fell

Das Museum der Belgischen Nationalbank kam kürzlich in den Besitz einer neuen Reihe von Objekten, die man als Warengeld bezeichnen kann. Muschelgeld aus Papua-Neuguinea, Messergeld aus China, Radgeld aus Europa, allesamt Relikte aus einer entfernten Vergangenheit, in denen weder Banknoten noch Münzen verbreitet waren.
Durchstöbern Sie unsere Website: http://www.nbbmuseum.be/catalogs/tradpay/nl/.

Eine der bemerkenswertesten Akquisitionen ist sicher der Pelz eines kanadischen Bibers (Castor Canadensis).
Der Handel mit Pelzen war vom17. bis ins 19. Jahrhundert ein blühendes Geschäft. Tierfelle wurden hoch gehandelt und hatten einen echten Geldwert. Indianer konnten für 20 Biberpelze ein Gewehr erstehen.
Die 1670 gegründete Hudson Bay Company handelte anfangs beinahe ausschließlich mit Fellen.

Sowohl der Pelz (Castor) als auch die Unterwolle (Duvet) des Bibers waren begehrt. Ersterer wurde vor allem für Kleidungsstücke verwendet und Letztere für die Herstellung von Filz für Hüte.

Es wurden so große Mengen von Fellen verkauft, dass der Biber schon vom Aussterben bedroht war.

Erst mit einer Wendung in der Mode (Prinz Albert, der Gemahl von Queen Victoria, schuf die Mode der Seidenhüte) wendete sich auch das Schicksal des Bibers.
Ab den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts erreichte die Population der kanadischen Nager wieder annehmbare Zahlen.