Tag: Geschichte

Salz, das weisse Gold?

Heute verwenden wir Salz zum Würzen unserer Speisen, wie beispielsweise Pommes Frites. Aber wussten Sie, dass Salz in der Vergangenheit einen sehr viel größeren Nutzen hatte als heute? Und dass es als gängiges Zahlungsmittel verwendet wurde?

Der Yap-Stein

Es mag zwar seltsam anmuten, aber der Stein, den Sie hier sehen, ist heute noch ein völlig gebräuchliches Zahlungsmittel auf der Insel Yap, irgendwo in Mikronesien, mitten im Pazifischen Ozean. Die Touristen, die auf die Insel kommen, staunen immer, wenn sie sehen, dass die Insulaner ihr „Geld“ auf der Straße herumliegen lassen. Zumal es sich nicht gerade um Kleingeld handelt! Die größten Exemplare haben einen Durchmesser von vier Metern und können bis zu 15 Tonnen wiegen. Aber woher stammt dieses merkwürdige Geld?

Die Kaurimuschel, eine besondere Währung

Wenn man von der Kaurimuschel redet, denkt man nicht unbedingt sofort an das Museum der Belgischen Nationalbank. Und dennoch besitzt das Museum neben seiner beachtlichen Münz- und Banknotensammlung auch eine breite Palette von Warengeld, bei der die Kaurimuscheln einen breiten Platz einnehmen. Schon vor unserem Zeitalter dienten diese Muscheln als Zahlungs­mittel, und ihr Besitz war [...]

Der karolingische Denar und der Islam

Wir nehmen wir den karolingischen Denar aus Silber genauer unter die Lupe. Da das karolingische Währungssystem monometallisch war, könnte es sich auch kaum um ein anderes Material handeln. Die Wahl fiel jedoch nicht willkürlich auf Silber, sondern vielmehr aufgrund der Umstände.

Doppelter Dukaton aus Antwerpen mit Albrecht und Isabella (1618)

Nach dem Tod von Philipp II. kamen in den spanischen Niederlanden seine Tochter Isabella und sein Schwiegersohn Albrecht, Erzherzog von Österreich, an die Regierung (1598-1621).

Die Fleur-de-Lys in Brabant?

Eine unter der Herrschaft des Herzogs von Brabant – Heinrich I. (1190-1235) – ausgegebene Münze soll genauer unter die Lupe genommen werden. Auf der Vorderseite ist der Brabanter bis zur Hüfte und in Waffen dargestellt: Helm, zweischneidiges Schwert und Schild mit Löwe. Dieses Tier, das sich als Symbol für Macht ab der Herrschaftszeit von Heinrich I. auf den Wappen der Herzöge von Brabant befindet, ist auch auf der Rückseite zu sehen. Eine Besonderheit des Silberdeniers, der 0,81 g wiegt, ist die Fleur-de-Lys auf dem Helm des Herzogs.

Opfergaben an die Erdgötter

Im 19. und 20. Jahrhundert entdeckte man in Mitteleuropa – Deutschland (Bayern sowie Elb- und Oderregion), Polen (Schlesien) und Österreich (Region Salzburg) – eine ganze Reihe von Ringen und flachen Barren aus Kupfer. Die sowohl zum Tauschen als auch als Opfergabe gedachten Gegenstände sind viertausend Jahre alt. Mit diesen außergewöhnlichen Entdeckungen wird nicht nur die wachsende Bedeutung von Metall in dieser Zeit illustriert: die Objekte stehen auch und vor allem für den Übergang von der Stein- zur Bronzezeit in Europa.