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	<title>Museum of the National Bank of Belgium</title>
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	<description>Explore the history of money and economy through the collection of the Museum of the National Bank of Belgium</description>
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		<title>&#8220;Krokuskriebels&#8221; : een activiteit met het hele gezin&#8230;</title>
		<link>http://www.nbbmuseum.be/de/2012/02/krokuskriebels-2.htm</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 11:14:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tsweb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>

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		<description><![CDATA[Het Museum van de Nationale Bank neemt opnieuw deel aan "Krokuskriebels", een initiatief van de Gezinsbond.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ouders en grootouders die nog op zoek zijn naar een manier om de kinderen te entertainen tijdens de krokusvakantie: waarom niet kiezen voor een culturele en ludieke activiteit? Het Museum van de Nationale Bank neemt opnieuw deel aan &#8220;Krokuskriebels&#8221;, een initiatief van de Gezinsbond (</strong><a href="http://www.krokuskriebels.be/"><strong>www.krokuskriebels.be</strong></a><strong>). </strong></p>
<p>Krokuskriebels wil niet alleen de ouders, maar ook de kinderen, doen kennis maken met verschillende musea. Daarom nodigen 97 musea in Vlaanderen en in Brussel iedereen uit om vanaf zaterdag 18 tot en met zondag 26 februari hun collectie te ontdekken. Hierbij zal vooral de focus gelegd worden op een aanpak die het jonge publiek (6-9 jaar) aanspreekt.</p>
<p>In het NBB-museum krijgen de kinderen tijdens de krokusvakantie de kans om de plaats in te nemen van de gouverneur van de Nationale Bank. Daarnaast worden ze gevraagd hun creativiteit boven te halen bij het ontwerpen van een nieuwe munt. Dit alles als onderdeel van de speurtocht die de kinderen als een ware detective moeten ondernemen doorheen de verschillende zalen van het museum. Zowel de toegang als de deelname aan Krokuskriebels zijn gratis. Waarom nog aarzelen?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.nbbmuseum.be/wp-content/uploads/2012/02/krokuskriebels_NL2.jpg" rel="lightbox[5300]"><img class="aligncenter size-medium wp-image-5310" title="Krokuskriebels" src="http://www.nbbmuseum.be/wp-content/uploads/2012/02/krokuskriebels_NL2-300x74.jpg" alt="Krokuskriebels" width="300" height="74" /></a></p>
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		<title>Die Assignaten &#8211; das Geld der französischen Revolution</title>
		<link>http://www.nbbmuseum.be/de/2012/02/revolution.htm</link>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 12:33:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tsweb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gegenstand des Monats]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie uns die Geschichte lehrt, wurde eine Wirtschaftskrise noch nie mithilfe der Notenpresse überwunden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie uns die Geschichte lehrt, wurde eine Wirtschaftskrise noch nie mithilfe der Notenpresse überwunden. Die Assignaten, die von 1789 bis 1796 in Frankreich und den von den französischen Revolutionären besetzten Gebieten umliefen, sind ein gutes Beispiel dafür. Im Saal 4 des Museums sind mehrere Exemplare ausgestellt, darunter eine Assignate von 10 000 Francs aus dem Jahr 1795. Dieses ursprünglich zum Kauf der verstaatlichten Kirchengüter bestimmte Papiergeld wurde zweckentfremdet und in eine Währung umgewandelt, deren Ausgabe nicht mehr kontrolliert wurde, was zu einer schweren Inflationskrise führte.</strong></p>
<p><strong> </strong>Am Ende des Ancien Régime steckt Frankreich tief in einer Finanzkrise. Die Bevölkerung hungert, das Staatsdefizit ist enorm hoch und das Königreich steht kurz vor dem Bankrott. Die Revolution verbessert die Lage nicht. Vor diesem wirtschaftlichen Hintergrund entsteht die Assignate. Im Jahr 1789 beruft König Ludwig XVI die Generalstände ein, um einen Weg aus der Krise zu finden. Aus diesen Generalständen entsteht eine verfassungsgebende Versammlung, die den Auftrag erhält, den Staatshaushalt zu sanieren. Sie beschließt, das Steuersystem des Ancien Régime abzuschaffen, von dem sich das Volk ausgebeutet fühlte. Es gab eine Menge von Steuern, die sehr ungerecht verteilt waren, was zu Unruhen und der Revolte führte.</p>
<p> Der Abgeordnete Charles Maurice de Talleyrand, der auch Bischof von Autun ist, macht einen Vorschlag: Warum nicht die Kirchengüter verstaatlichen? Diese sehr umfangreichen Güter bestanden hauptsächlich aus Immobilien und landwirtschaftlichem Besitz, deren Gesamtwert sich auf 2 oder 3 Milliarden Livres belief. Die Nationalversammlung beschließt daraufhin, die konfiszierten Kirchengüter zu versteigern. Das Prinzip ist einfach: Wer diese in staatlichen Besitz übergegangenen Güter erwerben will, kann dies nur im Tausch gegen Assignaten tun, die er sich zuvor beschaffen muss. Diese Assignaten kommen Staatsanleihen gleich. Der Wert dieses Papiergelds wird durch die Ansprüche auf diese Staatsgüter verbrieft oder „assigniert“. Durch dieses System ist es möglich, Geld durch mit 5 % verzinste Privatkredite direkt in die Staatskassen fließen zu lassen, ohne auf den eigentlichen Verkauf der Güter warten zu müssen.</p>
<div id="attachment_5280" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.nbbmuseum.be/wp-content/uploads/2012/02/object1-februari2.jpg" rel="lightbox[5276]"><img class="size-medium wp-image-5280" title="Ab Januar 1792 werden die Assignaten in Sols oder Sous (1 Livre = 20 Sous) ausgegeben." src="http://www.nbbmuseum.be/wp-content/uploads/2012/02/object1-februari2-300x237.jpg" alt="" width="300" height="237" /></a><p class="wp-caption-text">Ab Januar 1792 werden die Assignaten in Sols oder Sous (1 Livre = 20 Sous) ausgegeben.</p></div>
<p>Die Produktion der Assignaten beginnt im Dezember 1789. Es wird eine „Außerordentliche Kasse“ eingerichtet, die mit der Ausgabe dieses Papiergelds und dem Inkasso des Erlöses aus dem Verkauf der konfiszierten Kirchengüter betraut wird. Eine erste Tranche von Assignaten wird in Höhe von 400 Millionen Livres aufgelegt. Die ersten Assignaten lauten auf Livres und haben einen hohen Nennwert (200,300 und 1000 Livres), was ihre Verwendung für andere Transaktionen erschwert. Sobald die Assignaten wieder zum Staat zurückfließen, sind sie unbedingt zu vernichten. Von Anfang an sorgen diese Geldscheine in der Nationalversammlung für Diskussionen. Einige Abgeordnete befürchten, dass im Vergleich zum Wert der Staatsgüter zu viele Assignaten ausgegeben werden. Diese Bedenken rühren vom Law-Bankrott her</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_5281" class="wp-caption alignleft" style="width: 237px"><a href="http://www.nbbmuseum.be/wp-content/uploads/2012/02/object2-februari.jpg" rel="lightbox[5276]"><img class="size-full wp-image-5281" title="Ab 1795 lauten die Assignaten auf Francs (neue Währungseinheit, welche die Livre ersetzt)" src="http://www.nbbmuseum.be/wp-content/uploads/2012/02/object2-februari.jpg" alt="Ab 1795 lauten die Assignaten auf Francs (neue Währungseinheit, welche die Livre ersetzt)" width="227" height="155" /></a><p class="wp-caption-text">Ab 1795 lauten die Assignaten auf Francs (neue Währungseinheit, welche die Livre ersetzt)</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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<p>Am 17. April 1790 führt die Regierung, die immer noch knapp bei Kasse ist, einen Zwangskurs für die Assignate ein, deren Zinssatz von 5 % auf 3 % fällt und danach ganz entfällt. So wird die Assignate zu echtem Papiergeld. Hinzu kommt, dass der Staat die zu ihm zurückfließenden Assignate nicht vernichtet. Finanzminister Jacques Necker, der strikt gegen das Papiergeld ist, missbilligt diese Beschlüsse und tritt im September zurück. Die Nationalversammlung und die Regierung verzichten nicht darauf und drucken noch mehr Assignate. Um deren Bedeutung zu stärken, ergreift die Regierung Maßnahmen, mit denen sie zum Beispiel die Händler verpflichtet, dieses Papiergeld anzunehmen, und den Umtausch von Assignaten gegen Edelmetalle untersagt. Ein weiteres Problem dieses Papiergelds besteht darin, dass es leicht zu fälschen ist. So werden unter anderem in England, dem Erzfeind Frankreichs, falsche Geldscheine hergestellt, um die Franzosen durcheinander zu bringen. Diese müssen alsbald mit ansehen, dass von überall her gefälschte Assignaten auftauchen. Das gesamte System gerät sehr schnell ins Wanken, und der französische Staat muss noch mehr Geldcheine ausgeben, um die hohen Kosten des 1792 ausgebrochenen Kriegs gegen Österreich zu decken. Mit diesem Krieg beginnt eine lange Serie internationaler Krisen zwischen dem revolutionären Frankreich und dem übrigen Europa.</p>
<p><a href="http://www.nbbmuseum.be/wp-content/uploads/2012/02/object3-februari.jpg" rel="lightbox[5276]"><img class="alignright size-full wp-image-5282" title=" ." src="http://www.nbbmuseum.be/wp-content/uploads/2012/02/object3-februari.jpg" alt="" width="283" height="276" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Assignaten kommt es in Frankreich zu einer Hyper­inflation. Allein zwischen 1790 und 1793 verliert die Assig­nate 60 % an Wert. Innerhalb von sieben Jahren multipli­ziert die Revolution die Geldmenge des Landes mit zwanzig. Angesichts dieser Vermehrung von Assignaten wird deren Wert nicht mehr durch die verstaatlichten Kir­chen­güter gedeckt und verlie­ren diese Geldscheine an Wert. Im Jahr 1796  erreichte der Gesamt­be­trag der Assig­naten 45 Mil­liarden Livres, während der geschätzte Wert der Kirchen­güter zwischen 2 und 3 Mil­liarden lag. Bei einem so inflationistischen Szenario sind diese Geldscheine wertlos. Im Februar 1796 werden die Assignaten, die völlig wertlos geworden waren, sowie ihre Druckplatten symbolisch auf dem Place Vendôme vom Direktorium verbrannt und von diesem durch einen neuen Geldschein ersetzt, das Territorialmandat. Ihm widerfährt dasselbe Schicksal wie den Assignaten, aber sein Wertverlust vollzieht sehr viel schneller. Ein Jahr später gibt es ihn nicht mehr, und das Bargeld wird wieder eingeführt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Durch die Assignate sollten die Staatsschulden getilgt werden, doch führte sie ganz im Gegenteil zu einer Verschärfung der Finanzkrise. Die Assignate war jedoch nicht für alle ein Misserfolg. Durch sie konnte nicht nur Frankreich den Krieg von 1792 finanzieren, sondern sie hat es französischen Bauern auch ermöglicht, dank dieses Papiergelds, das an Wert verlor, und der Möglichkeit, die Zahlung zeitlich zu staffeln, Land zu erwerben, das sie sich nicht auf einem anderen Weg hätten besorgen können.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>LAURIE DE MARÉ<br />
MUSEUMSFÜHRERIN</p>
<p> <strong>Bibliographie:</strong></p>
<ul>
<li>Florin AFTALION, <em>L&#8217;économie de la Révolution française</em>, Quadrige/Presses Universitaires de France, 1996.</li>
<li>Jean LAFAURIE, <em>Les assignats et les papiers-monnaies émis par l&#8217;Etat au XVIIIe siècle</em>, Le Léopard d&#8217;Or, Paris, 1981.</li>
<li>Jean MORINI-COMBY, <em>Les assignats: révolution et inflation</em>, Paris: Nouvelle librairie nationale, 1925.</li>
<li>Revue &#8220;NUMISMATIQUE &amp; change&#8221;: <em>Le billet: une collection passionnante à la portée de tous</em>, Seiten 37 bis 43.</li>
</ul>
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		<title>Das BNB-Museum unterwegs</title>
		<link>http://www.nbbmuseum.be/de/2012/01/the-nbb-museum-on-tour.htm</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 08:53:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tsweb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[lichtfestival]]></category>

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		<description><![CDATA[(English) (Nederlands) Twee culturele projecten waaraan het Museum heeft meegewerkt verdienen zeker je aandacht: het Lichtfestival in Gent en het Marmermuseum in Rance.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Leider ist der Eintrag nur auf <a href="http://www.nbbmuseum.be/fr/feed">Français</a> und <a href="http://www.nbbmuseum.be/nl/feed">Nederlands</a> verfügbar.</p>
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		<title>John Law: Finanzgenie oder Scharlatan?</title>
		<link>http://www.nbbmuseum.be/de/2012/01/ohn-law-financial-genius-or-charlatan.htm</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 07:50:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tsweb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gegenstand des Monats]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Museum der Nationalbank sind zwei alte Geldscheine ausgestellt: Graviertes Papier mit schwarzen Buchstaben und Zahlen auf einfachem weißem Grund. Gedruckt in der Imprimerie Royale, mit dem Wasserzeichen Billet de Banque.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was haben holländische Tulpen, die französische Mississippi-Kompanie, die englische Südsee-Kompanie, Dotcom und amerikanische Immobilien gemein? Sie alle sind Beispiele für so genannte finanzielle Seifenblasen: Auf eine Euphorie folgt die Erkenntnis der Maßlosigkeit und die Ernüchterung, und letztendlich das Zerplatzen der Blase.</p>
<p>Im Museum der Nationalbank sind zwei alte Geldscheine ausgestellt: Graviertes Papier mit schwarzen Buchstaben und Zahlen auf einfachem weißem Grund. Gedruckt in der Imprimerie Royale, mit dem Wasserzeichen Billet de Banque.</p>
<p><a href="http://www.nbbmuseum.be/wp-content/uploads/2012/01/object13.jpg" rel="lightbox[5222]"><img class="aligncenter size-full wp-image-5249" title="10 livres tournois van 1719" src="http://www.nbbmuseum.be/wp-content/uploads/2012/01/object13.jpg" alt="" width="283" height="175" /></a><br />
Die Geschichte, die sich hinter diesem Geldschein verbirgt, steht jedoch im Kontrast zu seiner Einfachheit : Es ist eine faszinierende, überraschend aktuelle Geschichte, die auch zeigt, dass Menschen aus früheren Fehlern nicht so schnell lernen.</p>
<p>In diesem „Gegenstand des Monats“ geht es um die Banknoten von John Law.</p>
<p>John Law war ein gebürtiger Schotte, der 1671 in Edinburgh das Licht der Welt erblickte ; Sein Vater war Goldschmied, und betrieb, wie damals üblich, auch Bankgeschäfte. Nach seinem Studium zog Law nach London.</p>
<p><a href="http://www.nbbmuseum.be/wp-content/uploads/2012/01/object23.jpg" rel="lightbox[5222]"><img class="aligncenter size-full wp-image-5250" title="Jean Law" src="http://www.nbbmuseum.be/wp-content/uploads/2012/01/object23.jpg" alt="" width="302" height="447" /></a><br />
Offensichtlich war er ein fähiger Mann : sportlich, redegewandt, ein „Dandy“, um den sich die Damen rissen. Er wollte leben wie ein reicher Mann, da er sich dies aber nicht leisten konnte, begann er zu spielen. Er tat es mit Begeisterung : Er hatte ein sehr gutes Gedächtnis, und aufgrund seiner außergewöhnlichen Begabung für Zahlen und Wissenschaften, konnte er gut verdienen.</p>
<p>Am 6. April 1694 erfuhr sein Leben allerdings eine dramatische Wendung. In einem Duell tötete er seinen Gegner und er wurde zum Tode verurteilt (Duelle waren nämlich verboten). Aber zwei Tage vor seiner Hinrichtung konnte er aus dem Gefängnis entkommen und auf das europäische Festland entkommen. Die folgenden drei Jahre zog er durch Europa : die Niederlande, Italien, Frankreich und Schottland. Sein Reiseweg ist schwer zurückzuverfolgen, auch weil er sich zu Anfang wahrscheinlich eher unsichtbar machte, um nicht gefasst zu werden und wieder ins Gefängnis zu wandern. Er machte weiter sein Glück im Spiel und knüpfte dabei Beziehungen, die ihm später noch nützlich werden sollten (u. a. der Regent von Frankreich, Philippe d’Orléans). Er interessierte sich auch mehr und mehr für Bankgeschäfte : In den Niederlanden studierte er die Funktionsweise der Wechselbank von Amsterdam und die VOC, die Vereinigte Oktroyierte Ostindische Kompanie der Niederlande. Die beiden arbeiteten zusammen : Bankiers nahmen Aktien als Pfand für Kredite an, und umgekehrt konnte man Kredite aufnehmen, um neue Aktien zu kaufen : Diese Wechselwirkung zwischen dem Aktienmarkt und der Kreditvergabe war eine neue Art der Volkswirtschaft, die Law faszinierte.</p>
<p>Mit diesen neuen Ideen bastelte Law ein System, das auf dem Gebrauch von Papiergeld beruhte und sogar Staatsfinanzen sanieren konnte. Er war davon überzeugt, dass Kredit für das gute Funktionieren einer Volkswirtschaft nötig ist : Wenn ein Händler über 100 000 Livre verfügte und einen Kredit über den zehnfachen Betrag erhalten konnte, so konnte das für den Wohlstand des Landes nur gut sein. Eine Volkswirtschaft, die nur Silber und Gold als Pfand nimmt, sitzt fest und kann letztendlich nur stagnieren.</p>
<p>Daraus entstand ein Vorschlag an das schottische Parlament : Proposal for supplying the nation with money by a paper credit (Vorschlag, die Nation durch Papierkredit mit Geld zu versorgen). Dieser bildete auch die Grundlage für sein Buch Money and trade considered (Betrachtungen über Geld und Handel). Es handelt sich um das bedeutendste Werk von Law, in welchem er neue Begriffe wie Inflation, Geldmenge, Umlaufgeschwindigkeit und die Verbindung zwischen Geld und Arbeit handhabte. Seine steuerrechtlichen Ideen konnten sogar als revolutionär bezeichnet werden : Jeder musste seinen Beitrag leisten, auch der Klerus und der Adel. Die Arbeiten von Law werden noch heute gelehrt und analysiert. Sie beweisen, dass er seiner Zeit voraus war.</p>
<p>Der Vorschlag wurde jedoch abgelehnt und letztendlich schien der Regent von Frankreich der einzige zu sein, der bereit war, das System &#8211; zunächst mit einigem Misstrauen &#8211; auszuprobieren. Der Grund dafür lag auf der Hand : Die Staatskasse von Frankreich war nach der langen Regierungszeit des Sonnenkönigs Ludwig XIV völlig leer und der Schuldenberg enorm.<br />
Zunächst errichtete Law eine staatliche Bank, die gegen Einlagen von Gold- und Silbermünzen Papiergeld ausgab, ausdrückt in Ecu, die ein festes Gewicht an Silber darstellten. Der Nennwert von Silber war in den Jahren davor rund zwanzig Mal von der Regierung verändert worden, so wurde ein fester Kurs von allen begrüßt. Durch diese strenge Regelung wurde die Banque Générale (1716) schnell ein Erfolg und die Menschen begannen, dem Papiergeld zu vertrauen.</p>
<p>Im Folgenden schlug Law der französischen Regierung vor, einige bereits laufende Unternehmungen unter dem Namen Compagnie d’Occident, später auch bekannt als die Mississippi Company zusammenzuschließen (1717). Diese Superunternehmung bewirtschaftete ein riesiges Gebiet in Amerika (sie umfasste rund 8 Staaten, die sich damals im Besitz von Frankreich befanden) und erhielt bedeutende Monopole : auf den Tabakshandel, exklusive Handelsrechte auf Louisiana, den Mississippi, China, Ostindien und Südamerika. Später erhielt sie das Prägerecht für die königlichen Münzen und durfte sie als Steuereinnehmer auftreten. Alle diese Privilegien ließen die Vermutung zu, dass die Compagnie riesige Gewinne machen würde und mit einer erwarteten jährlichen Dividende von 40% waren mehrere Aktienausgaben erforderlich, um der Nachfrage in der Öffentlichkeit gerecht zu werden. Law führte darüber hinaus eine aggressive Werbekampagne, in der allerlei Wahrheiten, Halbwahrheiten und blanke Lügen zu verstehen geben sollten, dass in Übersee riesige Reichtümer zu holen waren. Die Zahl der Aktienkäufer schoss in die Höhe, Eintragungslisten konnten nicht schnell genug erstellt werden, was wiederum einen psychologischen Effekt auf die neuen Käufer hatte, deren Zahl erneut stieg. Von morgens früh bis abends spät war die Rue Quincampoix (wo die Compagnie ihren Sitz hatte) schwarz von Menschen und tollwütigen Massen von Anlegern, die ihren Coup landen wollten. Manche mieteten Zimmer gegen horrende Preise, um die Kurse aus der Nähe verfolgen zu können. Die Ordnungskräfte mussten spezielle Maßnahmen treffen, damit die Geschäfte einigermaßen ordentlich verlaufen konnten.</p>
<p>Die Aktien wurden am liebsten mit so genannten Billets d’Etat bezahlt, staatlichen Wertpapieren, die von Ludwig XIV ausgegeben wurden und die gerade mal ein Drittel ihres Nennwerts wert waren. Zur Einzahlung des Kapitals wurden sie jedoch zu ihrem vollen Wert akzeptiert. Infolgedessen wurden die staatlichen Wertpapiere massenweise aufgekauft, um sie dann in Aktien umzuwandeln. Die Wertpapiere wurden gegen einen Zins von 4% an die Staatskasse überführt. Diese Zinsen sollten für die Finanzierung des Überseehandels eingesetzt werden, um für Gewinne zu sorgen.<br />
Was Law also eigentlich tat, war, die Compagnie dazu zu benutzen, Inhaber von Staatspapieren zu überzeugen, sie in Aktien umzuwandeln. Letztendlich würde die Compagnie dann der einzige Gläubiger des Staates werden.</p>
<p>Die Banque Générale wurde mit Zustimmung des Regenten in eine Banque Royale umgewandelt (1718), eine Staatsbank, bei der man gegen Aktien Kredite aufnehmen konnte, woraufhin dieses Geld wiederum in neuen Aktien angelegt werden konnte. Das Kapital der Bank bestand somit eigentlich aus Aktien. Von da an waren die Mississippi Company und die Banque Royale in Wirklichkeit ein und dasselbe Unternehmen und auch die Öffentlichkeit sah das so.</p>
<p>Dazu gab die Bank auch weiterhin Papiergeld aus (von da an als Livre tournois) : Die Menge wurde anfangs vom Regenten festgelegt, nahm jedoch beständig zu. Den Inhabern von Staatspapieren wurden spezielle Anreizprämien angeboten, um diese gegen Banknoten einzutauschen, womit man dann wieder die lukrativen Aktien der Compagnie kaufen konnte. Die Banque Royale wurde Diskont- und Emissionsbank, Geschäfts- und Staatsbank.</p>
<p>Und damit nicht genug. Law versuchte den Regenten zu überzeugen, es der Compagnie zu erlauben, die gesamte französische Staatsschuld aufzukaufen. So etwas hatte es noch nie gegeben. (Die Engländer ahmten dies 1720 mit der South Sea Company nach, gefolgt von der South Sea Bubble).</p>
<p>Inzwischen wütete das Spekulationsfieber weiter, in der Rue Quincampoix drängten sich die Käufer. Bei der Ausgabe stand der Kurs bei 500 Livre Ende August 1719 bei 5000 Livre und im Dezember waren es 10 000 Livre. Prinzen und Herzöge, jeder, der Rang und Namen hatte, versuchte, so viele Aktien zu kaufen wie möglich, auch wenn dafür Ländereien, Juwelen und sonstige Wertsachen verkauft werden mussten. Es heißt, das Wort Millionär sei in dieser Zeit entstanden. Aber auch arme Leute konnten in wenigen Tagen reich werden, durch Spekulation oder Schlauheit.</p>
<p>Die Ernennung Laws zum Trésorier Général des Finances war für Law der absolute Höhepunkt seiner Karriere. Aber lange sollte er nicht dauern.</p>
<p>Das Ende kam schnell. In ganz Frankreich nahm die Inflation besorgniserregend zu, da die Regierung die Wirtschaft mit Banknoten der Banque Royale überschwemmt hatte. Die Preise verdoppelten sich innerhalb von nur zwei Jahren, was die Menge der Banknoten widerspiegelte, die sich in den zwei Jahren ebenfalls verdoppelt hatte. Der Geldvorrat (Banknoten und Aktien) war vier Mal so groß wie in der Zeit, in der allein Gold- und Silbermünzen zirkulierten. Manche Leute argwohnten nun eine Entwertung des Papiergelds und wechselten dies wieder in Metallgeld um. Law reagierte, indem er den Besitz von mehr als 500 Livre in Münzen verbot und Bankpapier zum gesetzlichen Zahlungsmittel erklärte. Er ließ dies sogar durch Haussuchungen kontrollieren. Die Bürger verstanden nur zu gut, dass sie nie mehr als diesen Betrag bei der Banque Royale in Hartgeld einfordern konnten und dadurch wurde das Papiergeld natürlich unterminiert. Die Absicht Laws war immer gewesen, das Metallgeld letztendlich ganz aus dem Verkehr zu ziehen, aber durch diese Begrenzung auf 500 Livre erreichte er genau das Gegenteil : Man glaubte nicht mehr an das Papier.</p>
<p>Auch die Massen von Aktien stellten nun eine Bedrohung für sein System dar. Die Rückkehr einer Gruppe ausgebrannter Siedler aus Amerika, die von ganz anderem zu erzählen hatten als von goldenen Bergen, und die Erkenntnis, dass der Kolonialhandel eigentlich recht kärglich war, ließen die öffentliche Meinung über die Compagnie ins Gegenteil umschlagen.</p>
<p>Die Panik war nicht mehr abzuwenden, die Banque Royale musste ihre Türen schließen, der Preis der Aktien brach ein, in der Rue Quincampoix gab es dramatische Szenen. In der rasenden Menge gab es mehrere Tote. Es hieß, man könne „mit 100 Millionen Banknoten in der Tasche den Hungertod sterben“. Alle Maßnahmen, die Law zu treffen versuchte, um die Geldmenge zu verringern und Aktien zu kaufen, um den Kurs wieder ansteigen zu lassen, missglückten und hatten allein seine Entlassung als Finanzminister zur Folge. Mit Hilfe des Regenten konnte er der wütenden Menge entkommen und nach Brüssel flüchten.</p>
<p>Zahlreiche Flugblätter, satirische Drucke und Kupferstiche erzählen vom Platzen der Blase, das bekannteste Zeugnis ist das „Große Buch der Torheit“ (Originaltitel : Het groote tafereel der dwaasheid).</p>
<p>Law reiste wieder in verschiedene Länder, erhielt sogar neue Angebote für die Anwendung seines Systems, landete aber schließlich in Venedig, wo er in Armut starb. Er hielt jedoch daran fest, Recht gehabt zu haben, und wäre der Regent nicht frühzeitig verstorben, wäre die Chance groß gewesen, dass er zurück nach Frankreich berufen worden wäre.</p>
<p>Sein Ziel war immer gewesen, Frankreich reicher und wohlständiger zu machen, aber durch verschiedene Fehler und das Entgegenwirken einiger einflussreicher Wirtschaftsteilnehmer, die in der neuen ökonomischen Welt von Law zu viel zu verlieren hatten, missglückte sein Unterfangen auf ganzer Linie.</p>
<p><a href="http://www.nbbmuseum.be/wp-content/uploads/2012/01/object33.jpg" rel="lightbox[5222]"><img class="aligncenter size-full wp-image-5251" title="spotprent" src="http://www.nbbmuseum.be/wp-content/uploads/2012/01/object33.jpg" alt="" width="378" height="472" /></a><br />
Es sollte rund siebzig Jahre dauern, bevor Frankreich sich wieder in ein Abenteuer mit Papiergeld einließ.</p>
<p>ANN VANDORPE</p>
<p><em>Bibliography</em></p>
<ul>
<li>Het groote tafereel der dwaasheid, gedrukt tot waarschouwinge voor de nakomelingen, 1720.</li>
<li>James Breck PERKINS, France under the Regency with a review of the administration of Louis XIV, 1892.</li>
<li>Frans DE VOGHEL, Financiers d’autrefois, 1988.</li>
<li>Lars TVEDE, Business Cycles, 2001.</li>
<li>Andrew DICKSON White ph.d., Fiat Money Inflation in France, 2004.</li>
<li>Niall FERGUSON, The ascent of money, 2008.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Als Brasilien zum hauptsitz des konigreichs Portugal wurde</title>
		<link>http://www.nbbmuseum.be/de/2011/12/brazil-portugal.htm</link>
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		<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 08:57:00 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Gegenstand des Monats]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nbbmuseum.be/?p=5175</guid>
		<description><![CDATA[Bei der Ausstellung Europalia Brasil wird eine Sammlung von Goldmünzen gezeigt, auf denen die großen Perioden der Kolonialgeschichte Brasiliens zu sehen sind.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei der Ausstellung Europalia Brasil wird eine Sammlung von Goldmünzen gezeigt, auf denen die großen Perioden der Kolonialgeschichte Brasiliens zu sehen sind. Eine gute Gelegenheit, um auf diese Münzen näher einzugehen, wie dies zuvor mit denen von Peter II geschah. In diesem Monat richtet sich unser Hauptaugenmerk auf die drei unter der Herrschaft von Maria I. von Portugal (1777-1816) geprägten Münzen; in dieser Zeit wurde Brasilien nämlich zum Hauptsitz des Königreichs Portugal, was für ein Kolonialgebiet außergewöhnlich war.</p>
<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_5186" class="wp-caption alignleft" style="width: 95px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.nbbmuseum.be/wp-content/uploads/2011/11/muntstuk12.jpg" rel="lightbox[5175]"><img class="size-full wp-image-5186" title="coin, minted back in 1778" src="http://www.nbbmuseum.be/wp-content/uploads/2011/11/muntstuk12.jpg" alt="coin, minted back in 1778" width="85" height="82" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Auf der ersten dieser Münzen, die im Jahr 1778 geprägt wurde, ist die Tochter von Joseph I, Maria, an der Seite ihres Onkels und Gatten Peter zu sehen. Ihre Hochzeit fand 1760 statt, als Maria 26 und Pedro 43 Jahre alt war. Sie bestiegen 1777 den Thron, und obschon die Urkunden von ihnen beiden unterschrieben wurden, galt Maria als eigentliche Regentin des Landes. Peter begnügte sich mit dem Titel des Königsgemahls unter dem Namen Peter III. </p>
<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_5187" class="wp-caption alignleft" style="width: 95px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.nbbmuseum.be/wp-content/uploads/2011/11/muntstuk2.jpg" rel="lightbox[5175]"><img class="size-full wp-image-5187" title="coin dates back to 1787 " src="http://www.nbbmuseum.be/wp-content/uploads/2011/11/muntstuk2.jpg" alt="coin dates back to 1787" width="85" height="85" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die zweite Münze datiert aus dem Jahr 1787 und zeigt Königin Maria, die alleine mit dem Witwenschleier auf dem Kopf dargestellt ist. In der Tat verstarb ihr Mann Pedro III. im Jahr 1786. Zwei Jahre später starben auch zwei ihrer Kinder, darunter Erbprinz Joseph, der den Pocken erlag. Maria, deren strenge Gläubigkeit bisweilen an Aberglauben grenzte, hatte sich nämlich geweigert, ihn gegen diese Krankheit impfen zu lassen. Ihr Beichtvater und ihr Erster Minister verstarben ebenfalls in dieser Zeit.</p>
<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_5189" class="wp-caption alignleft" style="width: 95px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.nbbmuseum.be/wp-content/uploads/2011/11/muntstuk3.jpg" rel="lightbox[5175]"><img class="size-full wp-image-5189" title="coin, struck in 1789" src="http://www.nbbmuseum.be/wp-content/uploads/2011/11/muntstuk3.jpg" alt="coin, struck in 1789" width="85" height="81" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die letzte Münze, die 1789 geprägt wurde, zeigt Maria mit einer kunstvollen, mit Perlen verzierten Haube, und wie bei der vorigen Münze waren auf dem Münzrand die Titel der Regentin zu lesen: „Maria I., durch die Gnade Gottes Königin von Portugal und der Algarven“. Neben dem Prägedatum befindet sich der Buchstabe „R“, der belegt, dass die Münze in der Münzstätte Rio de Janeiro hergestellt wurde. Diese letzte Münze weist auf die dritte Phase der Regentschaft hin, in der die Königin dem Wahnsinn verfiel. Die aufeinanderfolgenden Todesfälle in ihrem Umfeld setzten ihrem ohnehin gebrechlichen Wesen sehr stark zu, und die Unruhen der französischen Revolution, bei denen ihre Cousine Marie-Antoinette auf der Guillotine starb, verschlimmerten ihren Zustand zusehends. Sie litt unter Schlaflosigkeit, Angstzuständen und Halluzinationen und war nicht mehr in der Lage zu regieren, und so übernahm ihr Sohn Johann ab 1792 die Herrschaft über das Königreich. So kommt es, dass in Portugal ihre große Frömmigkeit durch den Beinamen „Maria die Fromme“ betont wurde, während sie in Brasilien besser unter dem Namen „Maria die Wahnsinnige“ bekannt war.</p>
<p>Aber es kam noch schlimmer für die Kaiserin: Ab Anfang des 19. Jahrhunderts befindet sich Portugal in der Zwickmühle, da es nicht weiß, ob es für Frankreich oder für Großbritannien Partei ergreifen soll; diese beiden Mächte bestimmen damals das politische Geschehen in Europa. Eine wahrhaft schwierige Entscheidung, denn einerseits erringt Napoleon einen militärischen Sieg nach dem anderen, sodass ihn viele lieber als Verbündeten denn als Feind sehen würden, und andererseits ist Großbritannien seit langem der bevorzugte Handelspartner und hätte ein Bruch mit diesem Land wahrscheinlich zu einer schweren Wirtschaftskrise geführt. Im Jahr 1806 verhängte Napoleon eine Kontinentalsperre, um Großbritannien zu isolieren; jede Nation, die mit diesem Land Handel betreibt, wird als Frankreichs Feind betrachtet und folglich von der französischen Armee angegriffen. Dieser Fall tritt erstmalig 1807 ein, und der französische Marschall Junot steht vor den Toren Lissabons. Die königliche Familie muss also fliehen, und Brasilien bietet sich geradezu als Zufluchtsland an. Der Hofstaat macht sich am 29. September 1807 auf den Weg und landet am 7. März 1808 in Rio de Janeiro, das somit tatsächlich die neue Hauptstadt des portugiesischen Königreichs wird.</p>
<p>Die Ankunft des Hofstaats auf brasilianischem Boden sollte dem Land in vielerlei Hinsicht zum Vorteil gereichen. So werden prächtige Gebäude für die Königsfamilie errichtet, für die einige Geschäftsleute sehr gewinnträchtige Aufträge erhalten. Außerdem ergreift Regent Johann Maßnahmen, um den Handel Brasiliens auf eigene Beine zu stellen. Bis zu diesem Zeitpunkt liefen nämlich sämtliche Warenlieferungen aus oder nach Brasilien automatisch über Portugal. Da das Land jedoch von den napoleonischen Truppen besetzt war (die 1811 vertrieben werden), ist diese exklusive Verbindung unterbrochen und werden die brasilianischen Häfen für die Handelspartner geöffnet. Schon bald werden weitere Beschlüsse gefasst: die Verlegung der höchsten Gerichtsbarkeiten des Königreichs und der königlichen Bibliothek, die Gründung der königlichen Druckerei (die der Presse zum Aufschwung verhalf) und zahlreicher Akademien (Medizin, Naturwissenschaften, Kunst usw.). Gegen 1810 fördert Johann durch die Einrichtung kleiner katholischer Bauerkolonien auch die Kolonialisierung, um die Bewirtschaftung des brasilianischen Bodens voranzutreiben. Dies wirkt sich negativ auf die dort lebenden Indios aus, von denen die meisten niedergemetzelt werden.</p>
<p><a href="http://www.nbbmuseum.be/wp-content/uploads/2011/12/kaart-America1.jpg" rel="lightbox[5175]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-5195" title="kaart America" src="http://www.nbbmuseum.be/wp-content/uploads/2011/12/kaart-America1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><br />
Im Jahr 1815 wird auf dem Wiener Kongress über das Schicksal Napoleons nach dessen Niederlage bei der Schlacht von Waterloo entschieden. Um mehr Gewicht in die politische Waagschale Europas legen zu können, beschließt Johann, sein Königreich in Vereinigtes Königreich von Portugal, Brasilien und den Algarven umzubenennen. Königin Maria starb 1816 im Alter von 82 Jahren, und Regent Johann wurde unter dem Namen Johann VI. zum König gekrönt. Durch die Übersiedlung des portugiesischen Hofes nach Brasilien gewann das Land immer mehr an Bedeutung und konnte sich nach und nach emanzipieren; daraus entwickelte sich ein gewisser Nationalstolz, der später zur politischen Trennung zwischen Brasilien und Portugal führte und 1822 in der Unabhängigkeit Brasiliens gipfelte. Die Herrschaft von Maria I. und die Regentschaft ihres Sohnes Johann waren also für die Geschichte Brasiliens als unabhängige Nation von entscheidender Bedeutung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Charlotte VANTIEGHEM<br />
Museumsführerin</p>
<p><em>Bibliografie</em></p>
<ul>
<li>David BIRMINGHAM, A concise History of Portugal, 2003, S.103.</li>
<li>Armelle ENDERS, Nouvelle histoire du Brésil, 2008, S.97-103.</li>
<li>Mathilde LEDUC-GRIMALDI, &#8220;Sous le signe de l&#8217;or brésilien: une quête de 500 ans&#8230;&#8221; in D&#8217;or et de plumes, systèmes d&#8217;échange et de valeur au Brésil, Ausstellungskatalog, 2011, S.66-77 und 131-132.</li>
<li>Jean-Claude LORBLANCHÈS, Les soldats de Napoléon en Espagne et au Portugal, 1807-1814, 2007, S.22-376.</li>
</ul>
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		<item>
		<title>Seminar 2011 &#8211; die belgische Wirtschaft während und nach der Wirtschaftskrise: Dokumente verfügbar</title>
		<link>http://www.nbbmuseum.be/de/2011/11/seminar2011-materials.htm</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Nov 2011 13:42:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tsweb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>

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		<description><![CDATA[(English) The educational materials presented during the 2011 seminar for teachers are available from this website.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Leider ist der Eintrag nur auf <a href="http://www.nbbmuseum.be/fr/feed">Français</a>, <a href="http://www.nbbmuseum.be/nl/feed">Nederlands</a> und <a href="http://www.nbbmuseum.be/feed">English</a> verfügbar.</p>
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		<item>
		<title>Nocturne im NBB-Museum am Donnerstag, dem 24. November.</title>
		<link>http://www.nbbmuseum.be/de/2011/11/tweede-nocturne.htm</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Nov 2011 07:46:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tsweb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nbbmuseum.be/?p=5122</guid>
		<description><![CDATA[Wer Kultur mag und Brüssel by Night kann im Herbst jeden Donnerstagabend in die Brüsseler Museen. Auch das Museum der Nationalbank ist wieder dabei! Eine ideale Gelegenheit für einen Besuch mit Familie und Freunden, um die Sammlung des Museums (neu) zu entdecken. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.nbbmuseum.be/wp-content/uploads/2011/10/nocturne-20116.jpg" rel="lightbox[5122]"><img class="aligncenter size-full wp-image-5081" title="nocturne-2011" src="http://www.nbbmuseum.be/wp-content/uploads/2011/10/nocturne-20116.jpg" alt="nocturne-2011" width="100" height="150" /></a></p>
<p><strong>Wer Kultur mag und Brüssel by Night kann im Herbst jeden Donnerstagabend in die Brüsseler Museen. Auch das Museum der Nationalbank ist wieder dabei! Eine ideale Gelegenheit für einen Besuch mit Familie und Freunden, um die Sammlung des Museums (neu) zu entdecken. </strong></p>
<p>Lassen Sie sich die schönsten Stücke des Museums zeigen und testen Sie anschließend Ihr Wissen am Glücksrad! Erfolg garantiert&#8230; Neben der ständigen Ausstellung können Sie dieses Jahr auch der zeitlich begrenzten Prestige-Ausstellung im Rahmen der Europalia.Brasil einen Besuch abstatten. Ihr Museumsführer nimmt Sie mit in eine Welt aus <em>Gold und&#8230;  Federn</em>!</p>
<p>Nach Ihrem Besuch laden wir Sie noch auf ein Gläschen ein. Da die Besucherkapazität beschränkt ist, heißt es schnell reservieren. Eintritt frei. Das komplette Programm der Nocturnes finden Sie auf <a href="http://www.brussels.museumsnocturnes.be">www.brussels.museumsnocturnes.be</a>.</p>
<p><em>Wo?</em></p>
<p>Museums der Belgischen Nationalbank<br />
Wildewoudstraat 10<br />
1000 Brüssel</p>
<p><em>Wann?</em></p>
<p>Donnerstag, 24. November<br />
von 17.00 bis 22.00 Uhr.</p>
<p><em>Preis?</em></p>
<p>kostenlos</p>
<p><em>Reservieren</em></p>
<p>Tel. 02 221 22 06 oder 02 221 36 21<br />
<a href="mailto:&quot;museum@nbb.be&quot;">museum@nbb.be</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Kayapó</title>
		<link>http://www.nbbmuseum.be/de/2011/11/kayapo.htm</link>
		<comments>http://www.nbbmuseum.be/de/2011/11/kayapo.htm#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 04 Nov 2011 08:53:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tsweb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gegenstand des Monats]]></category>
		<category><![CDATA[Kayapó]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nbbmuseum.be/?p=5101</guid>
		<description><![CDATA[Anlässlich der Europalia Brasilien veranstaltet die BNB die Ausstellung „D’or et de plumes“ (Von Gold und Federn). ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.nbbmuseum.be/wp-content/uploads/2011/11/Sous-la-loupe-2011-11-Kayapo-NL-S1.jpg" rel="lightbox[5101]"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-5107" title="Sous la loupe - 2011-11 - Kayapo - NL - S1" src="http://www.nbbmuseum.be/wp-content/uploads/2011/11/Sous-la-loupe-2011-11-Kayapo-NL-S1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Anlässlich der Europalia Brasilien veranstaltet die BNB die Ausstellung „D’or et de plumes“ (Von Gold und Federn). Die Federn werden als wichtiges Wertsystem der Amazonas-Indianer präsentiert; sie spielen auch eine wichtige Rolle bei den Ritualen und Zeremonien des täglichen Lebens und sind für die Identifikation von entscheidender Bedeutung. Schlaglicht auf einige Praktiken eines bei dieser Ausstellung besonders ausführlich beschriebenen Stamms: die Kayapós.</p>
<p>Der Name Kayapó bedeutet „jene, die Affen ähnlich sind“. Diese seit dem 19. Jahrhundert bekannte Bezeichnung wurde von den Nachbarstämmen vergeben. Sie geht auf bestimmte Rituale zurück, bei denen die Männer Affenmasken tragen. Sie selbst nennen sich jedoch lieber Mebêngôkre, was soviel heißt wie „die Menschen vom Ort des Wassers“.</p>
<p>Der Stamm lebt jetzt in der Region des Tals des Rio Xingu, einem südlichen Nebenfluss des Amazonas in den Bundesstaaten Mato Grosso und Pará. Seit der Kolonisation haben sich durch die unterschiedlichen Beziehungen mit dem „weißen Mann“ mehrere Untergruppen gebildet. Sie haben sich mehr oder weniger tief im Regenwald verteilt und wohnen in kleinen Runddörfern mit einem zentralen Platz. Heutzutage leben einige Gruppen noch immer freiwillig von der Außenwelt abgeschlossen.</p>
<p>Wohngebiet der Kayapós</p>
<p>Wie die meisten Indianer unterhalten die Kayapós eine enge Beziehung mit der sie umgebenden Natur. Für sie ist alles, was das Universum bildet, eng und untrennbar miteinander verknüpft. Jedes Ding existiert nur durch die Verbindung, die es mit den anderen Dingen unterhält; folglich geht es darum, die Harmonie zwischen den einzelnen Teilen aufrecht zu erhalten. Ihre Riten und Zeremonien stehen daher immer in direkter Beziehung zur Natur und dienen hauptsächlich dazu, die Spannungen zwischen den Menschen und den Geistern (der Toten, der Tiere usw.), die das Universum bevölkern, zu verringern.</p>
<p>Das Dorf gilt als Zentrum des Universums, als einziger gesellschaftlicher Ort. Somit ist alles, was sich außerhalb des Dorfes befindet und keinen Namen trägt, gleichbedeutend mit Gefahr. Dort hausen die Tiere, aber vor allem die Geister, vor denen sich die Kayapós am meisten fürchten. Sie sind besonders nachts präsent und können den Menschen großes Leid zufügen, was erklärt, warum sich die Kayapós vor der Nacht fürchten. Um zu verhindern, dass der gesellschaftliche Raum von der Natur vereinnahmt wird, werden zahlreiche Zeremonien mit Körperschmuck, Gesang und Tanz durchgeführt, um eine konstante Bindung mit der Natur herzustellen und die Geister zu beschwichtigen.</p>
<p><a href="http://www.nbbmuseum.be/wp-content/uploads/2011/11/CARTE-BRÉSIL_Kayapo.jpg" rel="lightbox[5101]"><img class="aligncenter size-thumbnail wp-image-5110" title="CARTE BRÉSIL_Kayapo" src="http://www.nbbmuseum.be/wp-content/uploads/2011/11/CARTE-BRÉSIL_Kayapo-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></p>
<p>Die Kayapós legen großen Wert auf die Sprache, auf Namen und auf die Redekunst. Sie bezeichnen sich auch als „jene, die schön sprechen“, um sich von den anderen Stämmen zu unterscheiden. Die Bereiche außerhalb des Dorfes, in die sie sich häufig begeben (Jagdgebiet im Wald, Felder usw.), werden durch Verleihung eines Ortsnamens sozialisiert.</p>
<p>Die Bedeutung des Namens wird bei dem sogenannten Namensgebungs-Ritual offenbar. Bei seiner Geburt erhält das Kind mehrere Namen: „allgemeine“ Namen, die von der Natur oder einem Tier abgeleitet sind, und „schöne“ Namen, die auf Zeremonien basieren. Das Ritual als solches findet zwischen dem 2. und 8. Lebensjahr statt und ermöglicht die Bestätigung der einzelnen Namen, durch die das Kind ein „vollwertiges menschliches Wesen“ werden kann. Vor allem für diese Art von Zeremonie veranstalten die Kayapós große Festessen und verzieren ihre Körper mit nicht dauerhaften Tätowierungen. Diese werden mit einem Farbstoff aus der Jenipapo-Frucht aufgetragen und sehen ähnlich aus wie Henna-Tätowierungen. Die Motive werden systematisch Elementen der Natur (Schildkrötenpanzer, Insekten usw.) entlehnt. Durch das Namensgebungs-Ritual und ihren Körperschmuck werden die Kayapós, deren Sinn für Ästhetik sehr ausgeprägt ist, zu Mereremex, zu „jenen, die ihre Schönheit ausbreiten“. Für sie handelt es sich um die „wahre Art“ der Schönheit, sowohl der inneren (durch die Namensgebung und somit die Sozialisierung des Geistes) als auch der äußeren (durch die Tätowierungen und den Körperschmuck). Aber dieses Ritual kann auch Gefahren bergen, denn außer der Nennung eines aus der Natur stammenden (und somit zu fürchtenden) Namens können auch die Geister der toten Verwandten jederzeit den Geist des Kindes verwirren.</p>
<p>Zur Versorgung des Dorfes müssen die Männer zur Jagd oder zum Fischfang gehen, wodurch sie bisweilen tief in den Dschungel vordringen müssen. Angesichts der erforderlichen großen Menge an Nahrungsmitteln kann ihre Expedition manchmal mehrere Wochen dauern. Bei ihrer Rückkehr stimmen die Männer Gesänge für die Geister der getöteten Tiere an, um sie zum Verbleiben in der Natur zu bewegen. Die Frauen versorgen das Dorf mit Süßkartoffeln, Maniok, Früchten usw., die sie auf Feldern außerhalb des Dorfs anbauen. Während ihres gesamten Aufenthalts außerhalb des Dorfes rauchen sie Tabak, da die Geister sich vor Rauch fürchten. Auch wenn sie ihre Felder verlassen, spucken und pusten sie ihren Rauch um sich, um die Geister zu vertreiben, die sie bis zum Dorf verfolgen könnten. Dadurch wollen sie dieselbe Wirkung erzielen wie die Männer mit ihren Gesängen bei der Rückkehr von der Jagd.</p>
<p><a href="http://www.nbbmuseum.be/wp-content/uploads/2011/11/S-KP-176E1.jpg" rel="lightbox[5101]"><img class="aligncenter size-thumbnail wp-image-5111" title="S-KP-176E1" src="http://www.nbbmuseum.be/wp-content/uploads/2011/11/S-KP-176E1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></p>
<p>Seit der Ankunft der ersten Siedler stellen die Forstwirtschaft und der Bergbau, die Viehwirtschaft und die intensive Bodenbewirtschaftung, aber auch der Bau von Wasserkraftwerken bis zum heutigen Tag eine große Bedrohung für die Indianer dar. So ist nicht nur ihre kulturelle, sondern auch ihre territoriale Integrität gefährdet. Die Kayapós gehören zu den Stämmen, die sich politisch am stärksten gegen diese schädlichen Einflüsse wehren. Raoni, einer der Kayapós-Führer, erhob sich medienwirksam zum Wortführer der Forderungen der Amazonas-Indianer. Gemeinsam mit dem Sänger Sting unternahm er in den 1990er Jahren eine Welttournee, um auf die Probleme der Indianer aufmerksam zu machen.</p>
<p>Jean-Christophe Caestecker<br />
Museumsführer</p>
<p><em>Bibliografie</em></p>
<ul>
<li>Catherine BOURGEOIS, &#8220;Amazonie, le peuple oublié des Kayapo&#8221; sur Terre sacrée, 10. Juni 2005. http://terresacree.org/kayapo2.htm, gefunden am 14.10.2011.</li>
<li>Gustaaf VERSWIJVER, Kayapó, Indigenous Peoples in Brazil. http://pib.socioambiental.org/en/povo/kayapo/186 . Gefunden am 18.10.2011.</li>
<li>Gustaaf VERSWIJVER, &#8220;Les oiseaux et leurs plumes dans la fabrication d&#8217;un idéal d&#8217;humanité chez les Indiens d&#8217;Amérique du Sud&#8221; in D&#8217;or et de plumes, systèmes d&#8217;échange et de valeur au Brésil, Ausstellungskatalog, S. 87-117.</li>
<li>Le Vif l&#8217;express, &#8221; Indiens d&#8217;Amazonie. Passé-présent-avenir&#8221;, Sonderausgabe.</li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Nocturne im NBB-Museum: Donnerstag, dem 27. Oktober 2011</title>
		<link>http://www.nbbmuseum.be/de/2011/10/nocturne.htm</link>
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		<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 07:37:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tsweb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer Kultur mag und Brüssel by Night kann im Herbst jeden Donnerstagabend in die Brüsseler Museen. Auch das Museum der Nationalbank ist wieder dabei!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.nbbmuseum.be/wp-content/uploads/2011/10/nocturne-20116.jpg" rel="lightbox[5068]"><img class="aligncenter size-full wp-image-5081" title="nocturne-2011" src="http://www.nbbmuseum.be/wp-content/uploads/2011/10/nocturne-20116.jpg" alt="nocturne-2011" width="100" height="150" /></a></p>
<p><strong>Wer Kultur mag und Brüssel by Night kann im Herbst jeden Donnerstagabend in die Brüsseler Museen. Auch das Museum der Nationalbank ist wieder dabei! Eine ideale Gelegenheit für einen Besuch mit Familie und Freunden, um die Sammlung des Museums (neu) zu entdecken. </strong></p>
<p>Lassen Sie sich die schönsten Stücke des Museums zeigen und testen Sie anschließend Ihr Wissen am Glücksrad! Erfolg garantiert&#8230; Neben der ständigen Ausstellung können Sie dieses Jahr auch der zeitlich begrenzten Prestige-Ausstellung im Rahmen der Europalia.Brasil einen Besuch abstatten. Ihr Museumsführer nimmt Sie mit in eine Welt aus <a href="http://www.nbbmuseum.be/nl/2011/10/exhibition-gold-and-feathers-8102011-15012012.htm?lang=de">Gold und&#8230; Federn! </a></p>
<p>Nach Ihrem Besuch laden wir Sie noch auf ein Gläschen ein. Da die Besucherkapazität beschränkt ist, heißt es schnell reservieren. Eintritt frei. Das komplette Programm der Nocturnes finden Sie auf <a href="http://www.brusselsmuseumsnocturnes.be">www.brusselsmuseumsnocturnes.be</a>.</p>
<p>Wo?<br />
Museum der Belgischen Nationalbank<br />
Wildewoudstraat 10<br />
1000 Brüssel</p>
<p>Wann?<br />
Donnerstag, 27. Oktober<br />
von 17.00 bis 22.00 Uhr.</p>
<p>Preis?<br />
kostenlos</p>
<p>Reservieren<br />
Tel. 02 221 22 06 oder 02 221 36 21<br />
<a href="mailto:museum@nbb.be">museum@nbb.be</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ausstellung: „Von Gold und Federn“ (8.10.2011 &#8211; 15.01.2012)</title>
		<link>http://www.nbbmuseum.be/de/2011/10/exhibition-gold-and-feathers-8102011-15012012.htm</link>
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		<pubDate>Fri, 07 Oct 2011 09:22:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tsweb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nbbmuseum.be/?p=5028</guid>
		<description><![CDATA[Die Ausstellung „Von Gold und Federn“ entführt Sie ins ferne Brasilien und seine faszinierende Geschichte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Ausstellung „Von Gold und Federn“ entführt Sie ins ferne Brasilien und seine faszinierende Geschichte. Die Ausstellung ist Teil von Europalia.Brasil und erzählt von den portugiesischen Kolonialisten und ihrer verbissenen Suche nach Gold; von den Indianern, für die der Reichtum der Natur und vor allem die farbenfrohen Vogelfedern viel mehr Wert haben als Gold; und von den garimpeiros, den brasilianischen Goldsuchern von heute, für die nur eines zählt: der Fund ihres Lebens.</strong></p>
<p>Die Ausstellung „Von Gold und Federn“ spricht alle an, die sich für den Reichtum Brasiliens von gestern und heute interessieren. Sie setzt die stark auseinander gehenden Wertmaßstäbe der verschiedenen Bevölkerungsgruppen dieses unermesslichen Landes ins Bild. Zu sehen gibt es glänzende Goldstücke der Banco Central do Brasil, prächtigen Federschmuck der Indianer (aus den Sammlungen des Königlichen Museums für Zentralafrika in Tervuren und aus dem Antwerpener MAS) sowie die bewegende Reportage, in der die brasilianischen Fotografen Ricardo Funari und João Roberto Ripper die garimpeiros ins Bild setzen.</p>
<p><a href="http://www.nbbmuseum.be/expo/de/expo_home.htm">Die Ausstellung </a>kann einzeln oder in der Gruppe besucht werden. Gruppen können eine Führung erfragen. Für Schulgruppen sind sowohl der Eintritt als auch die Führung völlig kostenlos. Da die Besucherkapazität beschränkt ist, heißt es schnell reservieren. Reservationen sind telefonisch (32 2 221 22 06), per E-Mail (<a href="mailto:museum@nbb.be">museum@nbb.be</a>) oder mit dem <a title="online-reserveringsformulier" href="http://www.nbbmuseum.be/de/booking">Online-Reservierungsformular möglich </a>.</p>
<p>Ein Ausstellungskatalog ist in drei Sprachen erhältlich: Niederländisch, Französisch und Englisch.</p>
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