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	<title>Museum of the National Bank of Belgium</title>
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	<description>Explore the history of money and economy through the collection of the Museum of the National Bank of Belgium</description>
	<pubDate>Thu, 02 Sep 2010 08:02:22 +0000</pubDate>
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		<title>Elektronisch bezahlen</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Sep 2010 13:26:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Viv</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Object of the month]]></category>

		<category><![CDATA[electronic]]></category>

		<category><![CDATA[Geld]]></category>

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		<description><![CDATA[
Zahlungsmittel sind laut Régis Bouyala „den Wirtschaftssubjekten zur Verfügung gestellte Transaktionsmittel [...], um den Preis eines Guts oder eines Dienstes zu begleichen oder einer Schuld Genüge zu leisten. 
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			<content:encoded><![CDATA[<p> </p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-3672  aligncenter" title="elektronisch betalen" src="http://www.nbbmuseum.be/wp-content/uploads/2010/08/object1.jpg" alt="elektronisch betalen" width="473" height="202" /></p>
<p>Bezahlen ist eine alltägliche Handlung. Die Welt der Bezahlungen hat sich in den letzten zehn Jahren stark verändert (Internet, Mobilfunk&#8230;). Die Zahlungsmittel wurden dematerialisiert und automatisiert. Aber was versteht man unter Zahlungsmitteln? Zahlungsmittel sind laut Régis Bouyala „den Wirtschaftssubjekten zur Verfügung gestellte Transaktionsmittel [...], um den Preis eines Guts oder eines Dienstes zu begleichen oder einer Schuld Genüge zu leisten“(1).</p>
<p>Sie lassen sich in zwei Gruppen aufteilen: Bargeld und Giralgeld (oder Buchgeld) Bargeld ist in Banknoten und Münzen verkörpert. Giralgeld führt zu einer Buchung auf einem Konto per Scheck, Überweisung oder Bankkarte. Die Bankkarte, die in Belgien Ende der siebziger Jahre auftauchte, ermöglicht dank ihrer einfachen Nutzung, der breiten Anerkennung der Bankkarte und den zahlreichen damit verbundenen Diensten unter anderem inländische Bezahlungen. Unlängst entstand eine dritte Gruppe, das elektronische Geld.  Zu dieser Gruppe gehören die im Voraus bezahlten Geldbörsen, deren Bezahlungen elektronisch (über einen Chip) initiiert, verarbeitet und eingenommen werden.</p>
<p>Elektronisches Bezahlen überschneidet sich wiederum mit verschiedenen Bereichen: die Wirtschaft, das Bankwesen, Informatik und Netze.  Im Französischen spricht man hier von der „Monétique“, ein Kunstwort aus den Wörtern moné(taire) (Geldwesen) und (informa)tique. Dieser Ausdruck wird bereits seit den achtziger Jahren benutzt und kann definiert werden als „die Gesamtheit der Techniken in der Elektronik, Informatik und Telematik, mit denen [Bank-] Transaktionen und Übertragungen verrichtet werden können (Bankkarte, elektronische Überweisung, usw.)“(2).</p>
<p>Das Zahlungsmittel, welches die Mehrheit der Europäer am häufigsten benutzt, ist die Bankkarte.  Ihre Benutzung ist aber von Land zu Land sehr verschieden. 2007 verrichtete ein Europäer durchschnittlich 55 Bezahlungen pro Jahr mit einer Karte, eine Finne 153, ein Däne 160, aber ein Pole kaum mehr als 10. In Europa erfolgen 95% der inländischen Bezahlungen per Karte. Die Bezahlungen in den Beneluxländern erfolgen vornehmlich mit Debetkarten (Maestro), während im Vereinigten Königreich Kreditkarten (die als Karten mit zeitlich verschobener Lastschrift verwendet werden) am weitesten verbreitet sind.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-3687" title="sepa" src="http://www.nbbmuseum.be/wp-content/uploads/2010/08/sepa.jpg" alt="sepa" width="205" height="82" />Mit dem 2002 gestarteten SEPA-Projekt (Single Euro Payments Area) sollen die europäischen Giralzahlungen in Euro vereinheitlicht werden. Einunddreißig Länder sind daran beteiligt, insbesondere die 27 Länder der Europäischen Union, Island, Norwegen, Liechtenstein und die Schweiz. Am häufigsten sind grenzüberschreitende Überweisungen. Die Karten Bancontact/Mister Cash werden meistens für inländische Beträge verwendet.</p>
<p>Die ersten Zahlkarten waren reliefbeschriftete Plastikkarten. Dank der Automatisierung wurden die Karten später mit Magnetstreifen ausgestattet. Für die Verarbeitung der elektronischen Transaktionen wurde damals das Telefonnetz benutzt. In diesem Zusammenhang stellten sich allerdings Fragen bezüglich ihrer Sicherheit. Diese Fragen wurden mit der Einführung von Karten mit einem elektronischen Chip gelöst. EMV ist übrigens ein internationaler Standard für Chipkarten, den die internationalen Netze Europay, Mastercard und Visa (daher EMV) seit 1997 einhalten.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-3695" title="kaarten" src="http://www.nbbmuseum.be/wp-content/uploads/2010/09/kaarten.jpg" alt="kaarten" width="316" height="316" />Auf den heutigen Bankkarten sind verschiedene Sicherheitsmerkmale zu sehen. Die Anordnung der Kennzeichen ist von Karte zu Karte verschieden. Auf der Vorderseite stehen insbesondere die Kartennummer (endend mit dem Luhn-Schlüssel), die IBAN-Kontonummer (International Bank Account Number) und ein elektronischer Chip. Auf der Rückseite befinden sich unter anderem der Magnetstreifen und die Unterschrift.</p>
<p>Die Karte bietet zwei Dienste an: Bezahlen und Geld abheben. Sie wird immer in Verbindung mit einem Konto verwendet, von dem die verrichteten Transaktionen abgezogen werden. Die Debetkarte ist eine Magnetkarte, mit der ein Bankkonto direkt belastet werden kann. Die Bezahlungen mit einer Kreditkarte werden hingegen erst am monatlichen Fälligkeitsdatum von dem Konto abgezogen.</p>
<p>Bei einer Kartenzahlung sind vier wichtige Akteure mit im Spiel: der Karteninhaber, die Bank des Inhabers (oft die Bank, die die Karte ausstellt), der Akzeptant (der die Bezahlung empfängt) und die einnehmende Bank (die die Transkationen für die emittierende Bank bereitstellt).</p>
<p>In der Welt des elektronischen Bezahlens gibt es zwei Sorten von Strömen finanzieller Transaktionen. Die inländischen Ströme sind die Transaktionen, die in einem Land von Inhabern von Karten verrichtet werden, die von den Finanzinstituten dieses Landes ausgestellt werden. Die internationalen Ströme lassen sich ihrerseits wiederum in zwei Kategorien aufteilen: Transaktionen, die in einem Land durch Inhaber von Karten verrichtet werden, die von ausländischen Banken ausgestellt wurden, und diejenigen, die im Ausland durch Inhaber von Karten verrichtet werden, die von Banken im Herkunftsland ausgestellt wurden. Die Transaktionen zwischen den Banken erfolgen dann über internationale Netze wie Visa oder MasterCard.</p>
<p>Catherine Dauvister,<br />
MUSEUMSFÜHRERIN.</p>
<p>Bibliographie:<br />
BOUYALA, Régis, Le monde des paiements, Paris, 2005, Revue Banque Edition, coll. Techniques bancaires.<br />
BOUYALA, Régis, Les paiements à l’heure de l’Europe et de l’e-paiement, Paris, 2009, Revue Banque<br />
Edition, coll. Les essentiels de la banque et de la finance.<br />
BRYON, Marie und VAN OVERSTRAETEN, Christophe, Van kaarten en automaten. 25 jaar elektronisch betalen in België, Banksys, 2004.<br />
HALLEPEE, Didier, L’univers de la monétique : histoire, fonctionnement et perspectives, Paris, 2009, Domptin, coll. Arc-en-Ciel. Economie.<br />
HALLEPEE, Didier, L’univers de la monétique : histoire, fonctionnement et perspectives, Paris, 2009, Domptin, coll. Arc-en-Ciel. Economie.<br />
SHERIF, Mostafa Hashem, Paiements électroniques sécurisés, Paris, 2007, Presses polytechniques et universitaires romandes und GET, coll. Technique et scientifique des télécommunications.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-3674   aligncenter" title="acties" src="http://www.nbbmuseum.be/wp-content/uploads/2010/08/objectsamen.jpg" alt="acties" width="483" height="99" /></p>
<p>(1) OUYALA, Régis, Le monde des paiements, Parijs, 2005, Revue Banque Edition, coll. Techniques bancaires, p. 21.<br />
(2) HERIF, Mostafa Hashem, Paiements électroniques sécurisés, Parijs, 2007, Presse polytechniques et universitaires romandes et GET, p. 2.</p>
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		<title>Seminar 2010: Der belgische Arbeitsmarkt - Struktur und Entwicklung</title>
		<link>http://www.nbbmuseum.be/de/2010/08/seminary2010-overzich.htm</link>
		<comments>http://www.nbbmuseum.be/de/2010/08/seminary2010-overzich.htm#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 24 Aug 2010 12:48:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Viv</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[News]]></category>

		<category><![CDATA[Arbeitsmarkt]]></category>

		<category><![CDATA[Seminar]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Leider ist der Eintrag nur auf <a href="http://www.nbbmuseum.be/fr/feed">Français</a> und <a href="http://www.nbbmuseum.be/nl/feed">Nederlands</a> verfügbar.</p>
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		<title>(English) (Nederlands) Een brochure over de activiteiten van de Nationale Bank staat online</title>
		<link>http://www.nbbmuseum.be/de/2010/07/brochure_online.htm</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Jul 2010 14:25:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>deneefl</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[News]]></category>

		<category><![CDATA[Belgische Nationalbank]]></category>

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		<title>Wiederaufbau eines historischen Gebäudes mitten in Brüssel</title>
		<link>http://www.nbbmuseum.be/de/2010/07/ucb_building.htm</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Jul 2010 12:02:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>deneefl</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[News]]></category>

		<category><![CDATA[Belgische Nationalbank]]></category>

		<category><![CDATA[UCB Gebäude]]></category>

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		<description><![CDATA[
Das 1872 errichtete Gebäude der ehemaligen „Union du crédit de Bruxelles“ war seit fast dreißig Jahren nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich. Heruntergekommen, geplündert und ausgebrannt wie es war, wurde es schließlich von der Nationalbank gerettet und restauriert und dient ihr jetzt als Bibliothek. Es ist für das Publikum geöffnet.
 
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_3514" class="wp-caption alignright" style="width: 180px"><img class="size-full wp-image-3514" title="Gebäude der ehemaligen Union du crédit de Bruxelles" src="http://www.nbbmuseum.be/wp-content/uploads/2010/07/ucb5.jpg" alt="Gebäude der ehemaligen Union du crédit de Bruxelles" width="170" height="255" /><p class="wp-caption-text">Gebäude der ehemaligen Union du crédit de Bruxelles</p></div></p>
<p><strong>Das 1872 errichtete Gebäude der ehemaligen „Union du crédit de Bruxelles“ war seit fast dreißig Jahren nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich. Heruntergekommen, geplündert und ausgebrannt wie es war, wurde es schließlich von der Nationalbank gerettet und restauriert und dient ihr jetzt als Bibliothek. Es ist für das Publikum geöffnet.</strong></p>
<p>Es gibt nur noch wenig Bankgebäude des 19. Jahrhunderts, und so ist die von der Nationalbank durchgeführte Restaurierung des früheren Gebäudes der Union de crédit de Bruxelles in der Rue Montagne aux heres potagères 57 unter der Aufsicht der Commission des monuments, sites et fouilles besonders interessant. Das teilweise unter Denkmalschutz stehende Gebäude ist heute für das Publikum geöffnet.</p>
<p>Im Jahr 1872 vollendete der Architekt Désiré De Keyser den Bau dieser Bank, die über zwei beeindruckende, kühne Glasdachkonstruktionen beleuchtet wird. Im Verlauf seiner Geschichte wurde dieses Gebäude jedoch nicht verschont. Es wurde immer wieder umgebaut, bevor es ab der Mitte des vergangenen Jahrzehnts äußerst sorgfältig und sehr umweltbewusst restauriert wurde.</p>
<p>Seine Ausstattung ist hauptsächlich vom gotischen Stil beeinflusst. Die für die damalige Zeit typische Verbindung von Eisen und Glas verleiht dem Gebäude sehr viel Eleganz. Sie trägt zum Charme eines Bauwerks bei, das heute die Bibliothek der Nationalbank beherbergt, eine der wichtigsten Quellen für Wirtschaftsdaten des Landes, die kürzlich ihr hundertjähriges Bestehen feierte. Diese Restaurierung wurde durch die Bestellung eines riesigen Wandteppichs bei Pieter Vermeersch vervollständigt. Anlässlich der Eröffnung dieses Gebäudes organisiert die Nationalbank übrigens eine Ausstellung von etwa dreißig Stücken ihrer Sammlung zeitgenössischer belgischer Kunst zum Thema Licht: (De)light.</p>
<p>Bibliothek der Belgischen Nationalbank<br />
Rue Montagne aux herbes potagères 57<br />
1000 Brüssel</p>
<p>Geöffnet montags bis freitags von 10 – 17 Uhr.<br />
Führungen auf Anfrage möglich (2,50 EUR pro Person): <br />
<a href="mailto:art@nbb.be">art@nbb.be</a><br />
02 221 40 89</p>
<p><a onclick="window.open(this.href,null,'height=480,width=640,status=no,toolbar=no,menubar=no,location=no');return false;" href="http://www.nbbmuseum.be/Videos/bib_en.html" target="_blank">Sehen Sie das Video zur Renovierung (auf Englisch)</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Arbeitsmarkt: Nächstes Lehrerseminar der Nationalbank</title>
		<link>http://www.nbbmuseum.be/de/2010/07/labour_market.htm</link>
		<comments>http://www.nbbmuseum.be/de/2010/07/labour_market.htm#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 12 Jul 2010 11:16:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>deneefl</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[News]]></category>

		<category><![CDATA[Arbeitsmarkt]]></category>

		<category><![CDATA[Seminar]]></category>

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		<description><![CDATA[
Das im kommenden Oktober stattfindende dritte Seminar der Nationalbank für Wirtschaftslehrer höherer Schulen wird einen Gesamtüberblick über den belgischen Arbeitsmarkt sowie über seine Funktionsweise und seine verschiedenen Akteure geben.
 
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_3622" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-3622" title="Arbeitsmarkt" src="http://www.nbbmuseum.be/wp-content/uploads/2010/07/arbeidsmarkt1-300x223.jpg" alt="Arbeitsmarkt" width="300" height="223" /><p class="wp-caption-text">Arbeitsmarkt</p></div></p>
<p><strong>In Belgien wie auch in zahlreichen anderen Ländern der Welt ist die Lage auf dem Arbeitsmarkt und dessen Entwicklung von besonders großem Interesse. Das im kommenden Oktober stattfindende dritte Seminar der Nationalbank für Wirtschaftslehrer höherer Schulen wird einen Gesamtüberblick über den belgischen Arbeitsmarkt sowie über seine Funktionsweise und seine verschiedenen Akteure geben.</strong></p>
<p>So wird die Bedeutung von Begriffen wie Beschäftigungs- und Arbeitslosenquote, die Ziele der Lissabon-Strategie, die Lohnnorm usw. erläutert und deren Berechnungsweise erklärt. Zu diesem Zweck werden konkrete Fälle herangezogen: Auswirkungen der Krise auf den Arbeitsmarkt, Eingliederung der Jugendlichen in die Arbeitswelt und Überalterungsschock. Das Ganze wird durch anschauliches Zahlenmaterial unterstützt, wobei der Schwerpunkt auf der Situation Belgiens im europäischen Zusammenhang liegt.</p>
<p>Dadurch sollen sowohl die theoretischen Kenntnisse vertieft als auch das Verständnis für die sozioökonomischen Gegebenheiten des Arbeitsmarkts verbessert werden. Und schließlich wird das Seminar zeigen, wie das verfügbare Statistikmaterial leichter bearbeitet und ausgewertet werden kann.</p>
<p>Das detaillierte Programm und das Anmeldeformular sind ab Mitte August auf der Website www.nbbmuseum.be &gt; salle des profs verfügbar.</p>
<h4>Seminar über den Arbeitsmarkt</h4>
<p>Auditorium der Belgischen Nationalbank<br />
Rue Montagne aux herbes potagères<br />
Brüssel</p>
<ul>
<li>Auf Niederländisch: Mittwoch, den 6. Oktober 2010 nachmittags</li>
<li>Auf Französisch: Mittwoch, den 20. Oktober 2010 nachmittags</li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Katanga-Kreuze</title>
		<link>http://www.nbbmuseum.be/de/2010/07/katanga.htm</link>
		<comments>http://www.nbbmuseum.be/de/2010/07/katanga.htm#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 01 Jul 2010 06:41:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>deneefl</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Object of the month]]></category>

		<category><![CDATA[Kongo]]></category>

		<category><![CDATA[Kupfer]]></category>

		<category><![CDATA[Kreuz]]></category>

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		<description><![CDATA[
In Juni 2010 beging die Demokratische Republik Kongo ihren Unabhängigkeitstag. Aus diesem Anlass beschäftigen wir uns mit einem besonderen Gegenstand aus einer der südlichen Provinzen der Demokratischen Republik Kongo, dem sogenannten Katanga-Kreuz.
 
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_3421" class="wp-caption aligncenter" style="width: 501px"><img class="size-full wp-image-3421" title="Katanga-Kreuze" src="http://www.nbbmuseum.be/wp-content/uploads/2010/06/katanga1.jpg" alt="Katanga-Kreuze" width="491" height="325" /><p class="wp-caption-text">Katanga-Kreuze</p></div></p>
<p><strong>Kürzlich beging die Demokratische Republik Kongo ihren Unabhängigkeitstag. Aus diesem Anlass beschäftigen wir uns mit einem besonderen Gegenstand aus einer der südlichen Provinzen der Demokratischen Republik Kongo, dem sogenannten Katanga-Kreuz.</strong></p>
<p>Von jeher genoss die Provinz Katanga aufgrund ihrer vielen Bodenschätze einen besonderen Ruf; sie war insbesondere für ihre Kupferminen bekannt, die schon seit langer Zeit ausgebeutet werden. Bereits im 16. Jahrhundert wurde das Kupfer bis zur Küste Angolas und von dort aus nach Europa exportiert. Früher waren die Gewinnung und das Gießen des Kupfers einer geheimnisvollen Gilde, den sogenannten „Kupferessern“, vorbehalten, die einer Art Geheimbund, einer „bwanga“, angehörten. Sie allein konnten das Kupfererz fördern und verarbeiten. Die Herstellung des Metalls war mit Ritualen, Berufsgeheimnissen, Tradition und Magie verbunden. Der Beruf des Kupfergießers verlieh gewissermaßen Prestige und Heiligkeit. Man musste in der Gilde aufgenommen und dann eingeweiht werden, bevor man das Kupfer bearbeiten konnte.</p>
<p><div id="attachment_3424" class="wp-caption aligncenter" style="width: 582px"><img class="size-full wp-image-3424" title="Source: Réseau Documentaire International sur la Région des Grands Lacs africains, http://www.grandslacs.net/" src="http://www.nbbmuseum.be/wp-content/uploads/2010/06/katanga2.jpg" alt="Source: Réseau Documentaire International sur la Région des Grands Lacs africains, http://www.grandslacs.net/" width="572" height="436" /><p class="wp-caption-text">Source: Réseau Documentaire International sur la Région des Grands Lacs africains, http://www.grandslacs.net/</p></div></p>
<p>Die Gewinnung des Kupfererzes erfolgte während der Trockenzeit gegen Mitte Mai. Die für die Gruppe verantwortlichen Ältesten kündigten den Beginn dieses Vorgangs mit den Worten „Lasst uns Kupfer essen gehen“ an. Sie waren es auch, die die Herstellung und Verteilung der Kreuzmünzen kontrollierten. Die Frauen und die Kinder bauten das Malachit (natürliches wasserfreies Kupfercarbonat in Form von welligen Verkrustungen grüner Farbe) direkt am Boden ab, während die Männer mit der Hacke bis zu 35 Meter tiefe Brunnen gruben, um das kostbare Erz abzubauen. Das Ganze dauerte drei Monate. Das Erz wurde anschließend gebrannt und dann in temporären oder permanenten Hochöfen reduziert; diese Öfen werden aus der Tonerde gebaut, die in den in Kantanga sehr zahlreich vorhandenen Termitenhügeln enthalten ist. Die Hochöfen wurden mit Holzkohle oder kleinen Holzscheiten beschickt und mit Blasebälgen aus Antilopenhaut belüftet. Das Raffinieren und Gießen des Kupfers wurden in einem anderen Ofen durchgeführt. Das geschmolzene Metall wurde über eine Rinne in eine Form geleitet, die mit dem Finger in den Sand gedrückt wurde, um die Kupferbarren herzustellen. Diese hatten die Form eines Andreas-Kreuzes und wurden ganz einfach „Kreuze“ genannt. Der Kupferabbau durch die „Kupferesser“ wurde bis 1903 betrieben. Danach wurde er von der Union Minière du Haut Katanga übernommen, aus der später die Gécamines (Générale des Carrières et des Mines) entstand. Es gibt heute jedoch immer noch einige traditionelle Kupfergewinner.</p>
<p>Die Kreuze haben in dieser Form in vielen zentralafrikanischen Gesellschaften über Jahrhunderte hinweg als Zahlungs- und Tauschmittel gedient. Sie waren fast so wertvoll wie Elfenbein. Doch die Kreuze hatten immer mehrere Funktionen, mehrere symbolische Bedeutungen. Neben ihrer Verwendung als Zahlungsmittel dienten die Kupferbarren als Rohstoffreserve aber auch als Insignien der Würde und der Macht. Je nach Gebiet, Königreich oder Chefferie ihrer Herstellung waren auch Form und Gestaltung der Kreuze verschieden. So lässt sich anhand dieser Unterschiede feststellen, bis wohin der Einflussbereich der einzelnen Königreiche ging. Die ersten Kupferkreuze tauchten im 13. Jahrhundert in Gräbern im Süden des heutigen Katanga auf, zur gleichen Zeit wie die Kaurimuscheln und die Glasperlen, die ebenfalls als Zahlungsmittel verwendet wurden. Ein großes Kupferkreuz lag nämlich auf dem Leichnam. Ab dem 14. Jahr¬hundert sind die Kreuze in den Gräbern nur noch einige Zentimeter groß, und im 18. Jahrhundert verschwinden sie ganz. Sie werden durch Glasperlen und Kaurimuscheln ersetzt. Im 18. und 19. Jahrhundert wurden die Kupferkreuze zur Zahlung des Tributs verwendet, den die Regionen, in denen Kupfer hergestellt wurde, an das Kaiserreich Lunda zahlen mussten, das sich über ein riesiges Gebiet - das heutige Katanga, das nördliche Sambia und den Osten Angolas - erstreckte.</p>
<p><div id="attachment_3426" class="wp-caption alignright" style="width: 320px"><img class="size-full wp-image-3426" title="Katanga-Kreuz" src="http://www.nbbmuseum.be/wp-content/uploads/2010/06/katanga3.jpg" alt="Katanga-Kreuz" width="310" height="311" /><p class="wp-caption-text">Katanga-Kreuz</p></div></p>
<p>Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die Kupferkreuze mehr und mehr bei den täglichen Handelsgeschäften verwendet. Sie dienten auch zur Zahlung von Eheabfindungen. Die Hochzeit einer Frau bedeutete nämlich für die Familie der Braut einen Arbeitskraftverlust, für den Kupferkreuze als Abfindung gezahlt wurden. Eine Frau war ein großes Kreuz wert, aber man konnte ein kleines Kreuz hinzufügen, wenn sie über bemerkenswerte Qualitäten verfügte! Im 20. Jahrhundert werden die Kreuze als Heilmittel und als Insignien der Würde verwendet. Kurz nach der Unabhängigkeitserklärung der Demokratischen Republik Kongo am 30. Juni 1960 – man nannte sie damals Republik Kongo – strebte auch die Provinz Katanga nach Autonomie. So trennte sich die Provinz nach einem Staatsstreich vom Rest des Landes. Während der kurzen Phase der Unabhängigkeit Katangas (1960-1963) waren die Kreuze das offizielle Emblem des Landes. Die Nationalbank von Katanga gab auch Münzen aus, auf denen die Kreuze abgebildet waren.</p>
<p><div id="attachment_3465" class="wp-caption alignright" style="width: 232px"><img class="size-full wp-image-3465" title="Fahne Katangas in der Zeit seiner Unabhängigkeit" src="http://www.nbbmuseum.be/wp-content/uploads/2010/07/katanga4.jpg" alt="Fahne Katangas in der Zeit seiner Unabhängigkeit" width="222" height="156" /><p class="wp-caption-text">Fahne Katangas in der Zeit seiner Unabhängigkeit</p></div></p>
<p>Einige vormünzliche Zahlungsmittel wie die Kupferkreuze stießen bei Ausländern (Siedler oder Händler) auf großes Interesse. Ausländer, die das Zahlungsmittel kontrollieren wollten, haben versucht, sie zu ihrem eigenen Nutzen einzusetzen. Die Kreuze wurden im 19. Jahrhundert insbesondere von den arabischen Großhändlern auf den Handelswegen bis nach Kenia an der Ostküste Afrikas verwendet.</p>
<p>Laura Pleuger<br />
Museumsführerin</p>
<p>Bibliografie:</p>
<ul>
<li>M. COQUET, 1995. De l&#8217;anthropologie de l&#8217;art. Journal des africanistes, Band 65, Heft 2, S. 229.</li>
<li>G. KUHN und B. RABUS, 2009. Geld ist, was gilt, München, Staatliche Münzsammlung München, S. 38.</li>
<li>F. LEKIME, 1966. Katanga pays du cuivre, Verviers, Gérard: 208 S.</li>
<li>J. RIVALLAIN, 1985. Paléomonnaies africaines: formes et fonctions. Actualité scientifique. Bulletin de la Société préhistorique française, Band 82, Nr. 9; S. 265-269.</li>
<li>J. RIVALLAIN, 2001. Monnaies d&#8217;Afrique: visions africaines et visions européennes. Revue numismatique, 6. Serie, Band 157, S.121-130.</li>
</ul>
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		<title>Neue Belgische 2-Euro-Gedenkmünze im Museum ausgestellt</title>
		<link>http://www.nbbmuseum.be/de/2010/06/2euro-2.htm</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Jun 2010 08:42:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Viv</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[
Das Thema? Die belgische EU-Ratspräsidentschaft.
 

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Juli 2010 übernimmt Belgien die EU-Ratspräsidentschaft von Spanien. Die neue 2-Euro-Gedenkmünze wird zu diesem Anlass ausgegeben.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-medium wp-image-3392" title="2 euro 2010" src="http://www.nbbmuseum.be/wp-content/uploads/2010/06/2-euro-20103-300x300.jpg" alt="2 euro 2010" width="210" height="210" /></p>
<p>Auf der Kehrseite der Münze steht das offizielle Logo des belgischen Vorsitzes (&#8217;eu&#8217; und &#8216;trio.be&#8217;), die Landesnamen &#8216;Belgie - Belgique - Belgien&#8217; und die Inschrift &#8216;BELGIAN PRESIDENCY OF THE COUNCIL OF THE EU 2010&#8242;.</p>
<p>Die Münze ist über die handelsüblichen Vertriebskanäle erhältlich, wozu auch die Schalter der Nationalbank in Brüssel oder in die Niederlassungen gehören.</p>
<p><a href="http://www.nbb.be/pub/02_00_00_00_00/02_01_00_00_00/02_01_03_00_00/02_01_03_11_00.htm?l=de">Weitere Informationen</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>BNB-Museum gewinnt Publikumspreis</title>
		<link>http://www.nbbmuseum.be/de/2010/06/publicprize.htm</link>
		<comments>http://www.nbbmuseum.be/de/2010/06/publicprize.htm#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 08:51:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tsweb</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[News]]></category>

		<category><![CDATA[Museum]]></category>

		<category><![CDATA[Belgische Nationalbank]]></category>

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		<description><![CDATA[
Das Museum der Belgischen Nationalbank war als eines von fünf Brüsseler Museen für den Museumspreis nominiert worden, aber hatte diese Auszeichnung letztendlich nicht erhalten. Doch es wurde mit dem Publikumspreis ausgezeichnet, was weit mehr als nur ein Trostpreis ist.
 


]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.museumprijs.be"><img class="alignright" title="Museumspreis 2010" src="http://www.nbbmuseum.be/images/museumprize.jpg" alt="" width="205" height="350" /></a><strong>Das Museum der Belgischen Nationalbank war als eines von fünf Brüsseler Museen für den Museumspreis nominiert worden, aber hatte diese Auszeichnung letztendlich nicht erhalten. Doch es wurde mit dem Publikumspreis ausgezeichnet, was weit mehr als nur ein Trostpreis ist.</strong></p>
<p>Mit dem 2006 ins Leben gerufenen <a href="http://www.museumprijs.be/">Museumspreis</a> wird jährlich in jeder Region des Landes eine Einrichtung ausgezeichnet, wobei das Hauptkriterium der Wahl die Bemühungen um Einbindung, Erneuerung und Diversifizierung des Publikums sind. Das Augenmerk richtet sich dabei in erster Linie auf die Aktivitäten, mit denen schwierig zu mobilisierende und benachteiligte Zielgruppen angesprochen werden, nämlich Kinder, ausländische Mitbürger, ältere Personen, Menschen mit Behinderung usw.</p>
<p>Die Jury stellte fest, dass das Museum der Belgischen Nationalbank im Jahr 2009 nicht weniger als 29 365 Besucher zählte. Auch das breite Spektrum seines pädagogischen Angebots und seine Dynamik, die unter anderem durch eine aktive Beteiligung an sämtlichen Veranstaltungen der Brüsseler Museumswelt zum Ausdruck kommt, sind den Juroren nicht entgangen.</p>
<p>Schließlich erhielt das Filmmuseum, das jetzt „<a href="http://www.cinematek.be/">Cinematek</a>“ heißt, den Museumspreis 2010 für die Region Brüssel. Für unser Museum war es schon eine große Ehre, zusammen mit so bekannten Museen wie dem <a href="http://www.musee-magritte-museum.be">Magritte-Museum</a>, dem <a href="http://www.hortamuseum.be/">Horta-Museum</a> oder dem <a href="http://www.museumvanbuuren.com/">Van-Buuren-Museum</a> nominiert worden zu sein. Der Publikumspreis ist eine schöne Belohnung für all die Arbeit und die Begeisterung, die in dieses Werk investiert wurden.</p>
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		<title>Falschmünzerei durch die Jahrhunderte</title>
		<link>http://www.nbbmuseum.be/de/2010/06/counterfeiting.htm</link>
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		<pubDate>Tue, 01 Jun 2010 11:59:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>deneefl</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Object of the month]]></category>

		<category><![CDATA[Geldscheine]]></category>

		<category><![CDATA[Falschmünzerei]]></category>

		<category><![CDATA[Geld]]></category>

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		<description><![CDATA[




Falschmünzerei gab es zu allen Zeiten. Noch bevor es überhaupt Münzen gab, wurden die damals gängigen Zahlungsmittel nachgemacht; und kurz nach der Entstehung der ersten Münzen im siebten Jahrhundert vor Christus tauchten auch die ersten Fälschungen auf.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_3337" class="wp-caption aligncenter" style="width: 481px"><img class="size-full wp-image-3337" title="Von falschen Münzern" src="http://www.nbbmuseum.be/wp-content/uploads/2010/06/valsemunterij1.jpg" alt="Von falschen Münzern, Kupferstich in J. De Damhuder, Practycke in criminele saken, 1555" width="471" height="450" /><p class="wp-caption-text">Von falschen Münzern, Kupferstich in J. De Damhuder, Practycke in criminele saken, 1555</p></div></p>
<p>Falschmünzerei - unter diesem Oberbegriff versteht man neben der Nachahmung von Münzen auch das Fälschen von Banknoten und anderen Zahlungsmitteln - gab es zu allen Zeiten. Noch bevor es überhaupt Münzen gab, wurden die damals gängigen Zahlungsmittel nachgemacht; und kurz nach der Entstehung der ersten Münzen im siebten Jahrhundert vor Christus tauchten auch die ersten Fälschungen auf. Es gab Zeiten, da die Falschmünzerei epidemische Formen annahm, oftmals weil von Staats wegen zu wenige Münzen im Umlauf waren. </p>
<p>Im ersten Jahrhundert nach Christus waren beispielsweise im Römischen Reich eine ganze Reihe inoffizieller Münzen im Umlauf, die den Mangel an offiziellen Münzen ausgleichen mussten. Ein anderes Beispiel für eine Zeit, in der Falschmünzerei weit verbreitet war, ist die zweite Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts in den Vereinigten Staaten von Amerika. Zu Beginn des Bürgerkriegs im Jahre 1861 schätzte man, dass rund die Hälfte der im Umlauf befindlichen Geldscheine Fälschungen waren. Diese massive Nachahmung fand erst ein Ende, als die Regierung den Geheimdienst gründete, um gegen diesen Betrug in großem Maßstab anzugehen. Gegen Ende des neunzehnten Jahrhunderts war diese Falschmünzerei im großen Maßstab in den Vereinigten Staaten so gut wie verschwunden.</p>
<p><div id="attachment_3339" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img src="http://www.nbbmuseum.be/wp-content/uploads/2010/06/valsemunterij2-300x214.jpg" alt="Die ertappten Falschmünzer, Kupferstich nach einem Holzschnitt von R. Brend amour, in: De Belgische Illustratie, 1868" title="Die ertappten Falschmünzer" width="600" height="428" class="size-full wp-image-3339" /><p class="wp-caption-text">Die ertappten Falschmünzer, Kupferstich nach einem Holzschnitt von R. Brend amour, in: De Belgische Illustratie, 1868</p></div></p>
<p>Verschiedene Motive können Falschmünzer zum Handeln bringen. Ein erstes, auf der Hand liegendes Motiv ist die Habsucht. Mehr noch als die Nachahmung von Münzen kann das Fälschen von Banknoten ja in kurzer Zeit sehr viel Gewinn liefern. Ein weniger auf der Hand liegendes Motiv ist die Eitelkeit. Es sind verschiedene Beispiele von Falschmünzern bekannt, die sich auf die Nachahmung von antiken Münzen für den Verkauf an Münzsammler verlegten und sogar selbst fiktive Münzen prägten, um ihr Können zu zeigen. Ein drittes Motiv schließlich kann politischer Art sein. </p>
<p>So sind verschiedene Beispiele von Machthabern bekannt, die aus finanzieller Notwendigkeit Münzen aus minderwertigem Metall prägen ließen und sie für echt goldene oder silberne Münzen ausgaben. Ein bekanntes Beispiel ist Friedrich der Große (1712 - 1786), der Münzen mit einem viel zu hohen Kupfergehalt prägen ließ, die durch einen chemischen Trick äußerlich eine schöne silberne Färbung erhielten. Ein perfideres politisches Motiv ist die Fälschung in großem Maßstab von Zahlungsmitteln eines feindlichen Staats, mit dem Ziel, das Land zu destabilisieren. Die bekanntesten Beispiele hierfür sind die Unternehmungen „Andreas“ und „Bernhard“ im Nazi-Deutschland. Bei beiden Unternehmungen wurden in großem Maßstab britische Pfundnoten nachgemacht. Das Unternehmen Andreas sollte den britischen Markt mit falschen Pfundnoten überschwemmen, um so das Vertrauen in die Währung einbrechen zu lassen und eine Hyperinflation zu verursachen. 1942 wurde der Plan geändert und das Unternehmen erhielt den neuen Namen „Bernhard“. Das Hauptziel war nun nicht mehr die Destabilisierung von Großbritannien sondern die Versorgung der deutschen Truppen mit finanziellen Mitteln. Insgesamt gab man die Fälschung von Millionen Banknoten in Auftrag, von denen ungefähr eine Millionen von so guter Qualität waren, dass sie kaum von den echten Banknoten zu unterscheiden waren. Obwohl längst nicht alle Scheine auch tatsächlich in Umlauf gebracht wurden, schätzte man 1944, dass rund eine britische Pfundnote von zwanzig falsch war. Auf dem europäischen Festland war dieser Anteil möglicherweise noch um einiges höher, da die falschen Pfundnoten letztendlich vor allem dort für den Ankauf von Gold, Kriegsmaterial und Lebensmitteln für die deutschen Truppen in Umlauf kamen. So wurde das Vertrauen in das britische Pfund dann auch vor allem auf dem Kontinent untergraben und weit weniger in Großbritannien selbst, wie ursprünglich geplant.</p>
<p><div id="attachment_3340" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img src="http://www.nbbmuseum.be/wp-content/uploads/2010/06/valsemunterij3.jpg" alt="Zwangsarbeit als Strafmaß für Falschmünzerei auf dem Geldschein über 100 Belgische Franken des Typs Beyaert (1978-1996)" title="Zwangsarbeit als Strafmaß für Falschmünzerei auf dem Geldschein über 100 Belgische Franken des Typs Beyaert" width="500" height="133" class="size-full wp-image-3340" /><p class="wp-caption-text">Zwangsarbeit als Strafmaß für Falschmünzerei auf dem Geldschein über 100 Belgische Franken des Typs Beyaert (1978-1996)</p></div></p>
<p>Wie dieses Beispiel zeigt, kann Falschmünzerei erheblichen Schaden verursachen. Nicht nur für den Einzelnen - z. B. ein Händler, der feststellt, dass er mit wertlosen Geldscheinen bezahlt wurde - sondern auch auf makroökonomischer Ebene. Falschmünzerei in großem Maßstab untergräbt das Vertrauen in die nationale Währung. 1888 verursachte eine Fälschungswelle beispielsweise eine solche Panik, dass die echten Geldscheine eingezogen werden mussten. Die Nachahmung von Zahlungsmitteln wird daher von jeher schwer bestraft. Im Mittelalter mussten Falschmünzer mit der Todesstrafe rechnen: Sie wurden lebendig gekocht oder auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Solch schwere Strafen gehören zwar endgültig der Vergangenheit an, aber auf Falschmünzerei stehen noch immer schwere Strafen. Das Nachahmen von Euromünzen wird mit Gefängnisstrafen von fünf bis zehn Jahren bestraft, das Fälschen von Euro-Banknoten sogar mit fünfzehn bis zwanzig Jahren. Auch Mittäter, die helfen, die falschen Münzen oder Geldscheine in Umlauf zu bringen, erwartet dieselbe Strafe.  Was viele nicht wissen ist, dass selbst diejenigen, die falsches Geld erhalten haben und versuchen, es wieder auszugeben, strafbar sind und eine Buße riskieren.  </p>
<p>Die Europäische Zentralbank, die die Emission der Euro-Banknoten koordiniert, zielt jedoch nicht nur auf eine strenge Bestrafung von Falschmünzerei ab, sondern legt den Schwerpunkt vor allem auf die Prävention. </p>
<p>Leen Bultinck,<br />
Museumsführerin</p>
<p>Bibliographie</p>
<ul>
<li>MLKIN, L., La guerre des faux-monnayeurs. Le complot des faussaires nazis et les déportés du block 19, City Editions, Paris, 2007, S. 178</li>
<li>KAUCH, P., Les Faux-Monnayeurs, in: NBB-BNB personeelstijdschrift, 1960-1961</li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Margaretha von Österreich - eine „druckreife“ Frau</title>
		<link>http://www.nbbmuseum.be/de/2010/05/margaret.htm</link>
		<comments>http://www.nbbmuseum.be/de/2010/05/margaret.htm#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 06 May 2010 09:01:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>deneefl</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Object of the month]]></category>

		<category><![CDATA[Geldscheine]]></category>

		<category><![CDATA[Margaretha von Österreich]]></category>

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		<description><![CDATA[




Nur eine einzige weibliche Persönlichkeit erhielt einen Platz auf einer Banknote. Auf der Rückseite des 500 Frankenscheins, der Bernard (oder Barend) Van Orley gewidmet ist, ist Margaretha von Österreich abgebildet. Sie war dann auch bestimmt nicht irgendeine Frau.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_3268" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><img class="size-full wp-image-3268" title="Margaretha von Österreich" src="http://www.nbbmuseum.be/wp-content/uploads/2010/05/margaretha11.jpg" alt="Margaretha von Österreich" width="250" height="250" /><p class="wp-caption-text">Margaretha von Österreich</p></div></p>
<p><strong>Wenn wir uns die Porträts anschauen, die die belgischen Banknoten geziert haben, stellen wir fest, dass die ersten realistischen Porträts erst um die Zeit des ersten Weltkriegs auftauchen. Es waren vor allem Porträts von Mitgliedern der belgischen Dynastie, die als patriotische Ehrenerweisung und als Abschreckung für Falschmünzer dienen sollten. Später kam allmählich auch die Kategorie der berühmten historischen Persönlichkeiten an die Reihe. Sie fungierten als eine Art Botschafter des Landes.</strong></p>
<p>Außer den Königen wurde keine einzige Persönlichkeit noch zu Lebzeiten auf einer Banknote verewigt. Der Auswahl gingen stets lange Diskussionen im so genannten Banknotenausschuss voraus. Der Lebenswandel, die Verdienste und der Ruhm der Person wurden unter die Lupe genommen. Dabei strebte man nicht nur eine geographische Ausgewogenheit und ein Gleichgewicht zwischen den Gemeinschaften an, sondern die Persönlichkeiten mussten auch hinreichend bekannt sein und durften sich nichts zuschulden kommen lassen haben. Kultur und Wissenschaft schnitten am besten ab: vierzehn Künstler und drei Wissenschaftler bekamen ihren festen Platz auf einer Banknote. Frauen wurden dabei allerdings komplett übersehen. Neben den belgischen Königinnen erhielt nur eine einzige weibliche Persönlichkeit einen Platz auf einer Banknote. Auf der Rückseite des 500 Frankenscheins, der Bernard (oder Barend) Van Orley gewidmet ist, ist Margaretha von Österreich abgebildet. Sie war dann auch bestimmt nicht irgendeine Frau.</p>
<p>Margaretha von Österreich (Brüssel 1480 - Mechelen 1530) wurde schon bei ihrer Geburt von ihrem Vater Maximilian von Österreich als eine wertvolle Schachfigur auf dem Schachbrett der europäischen Politik eingesetzt. Sie war die Tochter von Maximilian von Österreich und seiner Gemahlin Maria von Burgund. Mit ihrem habsburgischen und burgundischen Erbe war sie eine sehr begehrenswerte Partie. Als Margaretha gerade zwei Jahre alt war, verheiratete sie ihr Vater an den Dauphin, den späteren Karl VIII. Sie wurde an den königlichen Hof im Schloss von Amboise geführt, wo sie eine französische Erziehung erhielt. 1491 wurde sie jedoch von ihrem Verlobten verstoßen, der in Anne de Bretagne eine lukrativere Hochzeit sah. Maximilian ließ sich nicht entmutigen und verheiratete seine Tochter an den spanischen Thronfolger, Johann von Kastilien. Es wurde eine Doppelhochzeit, da auch die Schwester Johanns sich mit Philipp dem Schönen, dem Bruder Margarethas, verheiratete. Johann starb noch in demselben Jahr. Obwohl Margaretha an einer dritten Hochzeit nicht wirklich interessiert war, heiratete sie 1501 Philibert II von Savoyen. Da ihr Mann sich nicht wirklich für Politik interessierte, übernahm sie praktisch seine gesamten Regierungsaufgaben. Auch dieser Ehe war kein langes Leben beschert; Philibert starb im Jahre 1504. Margaretha trug bis zu ihrem Tode die Witwenhaube, mit der sie auch auf der Banknote abgebildet ist.</p>
<p><div id="attachment_3273" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img class="size-full wp-image-3273" title="500 Frankenscheins, Van Orley, Verso" src="http://www.nbbmuseum.be/wp-content/uploads/2010/05/margaretha23.jpg" alt="500 Frankenscheins, Van Orley, Verso" width="600" height="295" /><p class="wp-caption-text">500 Frankenscheins, Van Orley, Verso</p></div></p>
<p>Die Jugend Margarethas war das, was man ein bewegtes Leben nennt. Sie erlangte dadurch allerdings den enormen Vorteil einer genauen Kenntnis des Lebens an den europäischen Höfen. Sie hatte die internationale Politik gut im Blick. Darüber hinaus hatte sie sich auch ausgedehnte Sprachkenntnisse erworben, denn neben Französisch und Latein sprach sie auch Kastilisch.</p>
<p><div id="attachment_3274" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><img class="size-full wp-image-3274" title="Margaretha von Österreich" src="http://www.nbbmuseum.be/wp-content/uploads/2010/05/margaretha3.jpg" alt="Margaretha von Österreich" width="250" height="250" /><p class="wp-caption-text">Margaretha von Österreich</p></div></p>
<p>Nach dem Tode ihres Bruders (1506) übernahm Margaretha von Österreich die Erziehung ihrer Neffen und Nichten. So kam auch der später Kaiser Karl der Fünfte in ihre Obhut. Als Vormund Karls wurde sie Regentin der Niederlande. Eines der bedeutendsten Werke Margarethas war die Wahl Karls zum Nachfolger Maximilians auf den Kaiserthron. Die Statthalterin war sich auch nicht zu schade, um sich selbst mit an den Verhandlungstisch zu setzen. So schloss sie 1529 Frieden mit dem französischen König (Frieden von Cambrai am 31. Juli 1529). Margaretha war nicht die einzige starke Frau m Verhandlungstisch. Auf der Gegenseite verhandelte Louise von Savoyen, die Königinmutter des französischen Königs. Darum wird dieser Frieden auch oft Damenfrieden genannt. Seine Bedeutung ist nicht zu unterschätzen. Die Habsburger mussten ihren Anspruch auf das Herzogtum Burgund endgültig aufgeben. Erneut bestätigte sich, dass Artesien und Flandern sich der Macht des französischen Königs entzogen. Hier entstand die spätere französisch-niederländische Grenze.</p>
<p>Neben einer rassigen Politikerin war Margaretha von Österreich auch die Patronin vieler Künstler. Und aus diesem Grund wurde die Statthalterin dann auch auf der Rückseite der Banknote mit Bernard Van Orley abgebildet. Dieser war nämlich Hofmaler der Habsburger. Der Hof in Mechelen war „the place to be“ für alle Humanisten und Künstler der Renaissance. Bernard Van Orley lud unter anderem Albrecht Dürer dorthin ein, wo dieser die Zeichnungen von Jacopo de Barbari, dem vorigen Hofmaler der Habsburger, zu Gesicht bekam.</p>
<p>Der 500 Frankenschein mit Bernard Van Orley und Margaretha von Österreich erschien am 2. Juli 1962 und gehörte zu der Serie, die den Malern und Wissenschaftlern des 16. Jahrhunderts gewidmet war. Mit dieser Serie wurden zum ersten Mal die Hauptfarben der belgischen Banknoten festgelegt: grün für 5000 Franken, braun für 1000 Franken, blau für 500 Franken und rot für 100 Franken. Auch in der Drucktechnik gab es Veränderungen: Für den Druck des Hintergrunds der Vorder- und Rückseite kam Offsettechnik zum Einsatz.</p>
<p><div id="attachment_3276" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img class="size-full wp-image-3276" title="500 Frankenscheins, Van Orley, Recto" src="http://www.nbbmuseum.be/wp-content/uploads/2010/05/margaretha41.jpg" alt="500 Frankenscheins, Van Orley, Recto" width="600" height="298" /><p class="wp-caption-text">500 Frankenscheins, Van Orley, Recto</p></div></p>
<p>Für den Entwurf der gesamten Reihe wurde der italienische Zeichner Florenzo Marino-Bessi, ein Spezialist für die Erstellung von Modellen für Banknoten, hinzugezogen. Für das Porträt von Van Orley nahm er wahrscheinlich einen Kupferstich von Philipp Galle aus dem 16. Jahrhundert als Vorlage. Auf der Vorderseite sehen wir das Porträt von Bernard Van Orley mit dem Brüsseler Wappen (der Heilige Michael, den Drachen tötend) zu seiner Linken. Der Kopf von König Balduin dient als Wasserzeichen. Auf der Rückseite sehen wir das Porträt von Margaretha von Österreich. Als Vorlage diente ein Porträt des Hofmalers Van Orley. Eine Replik dieses Werks befindet sich augenblicklich im Königlichen Museum der Schönen Künste in Brüssel. Im Hintergrund ist der Hof von Savoyen zu erkennen, der Palast der Statthalterin und eines der ersten Renaissance-Gebäude in den Niederlanden.</p>
<p>Katrien Costermans<br />
Museumführerin</p>
<p>Quellen:</p>
<ul>
<li>Het Belgische bankbiljet, Museum der BNB, 2001 (CD-Rom).</li>
<li>DE IONGH, J., De hertogin Margaretha van Oostenrijk, hertogin van Savoye (1480-1530), Amsterdam, 1981.</li>
<li>Belgische Nationalbank, The Belgian Frank. Belgian coins and banknotes since 1830, Brüssel, 1989.</li>
<li>TE BOEKHORST, B., DANNEEL, M. en RANDAXHE, Y., Adieu frank. Het boeiende verhaal van België en zijn geld, Tielt, 2001.</li>
</ul>
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