Gegenstand des Monats

Belgier, die €uropa gemacht haben

Seit dem 1. Januar 2002 verwendet Belgien gemeinsam mit 18 anderen Ländern eine einheitliche Währung: den Euro. Dieses historische Ereignis ist untrennbar mit der Gründungsgeschichte Europas verbunden. Aus dem Streben von Menschen aus verschiedenen Ländern nach Frieden und Einheit ist die Idee einer Europäischen Union entstanden und zur politischen Realität geworden, die den Weg für eine einheitliche Währung bereitete. In dieser Ausgabe von Unter der Lupe erfahren wir mehr über die Belgier, die sowohl beim Aufbau der Europäischen Union als auch bei der Einführung des Euro eine mehr oder weniger bedeutende Rolle gespielt haben.

Das Vaterland und seine Darstellungen

Im Jahr 1869, beinahe zwanzig Jahre nach der Gründung der Belgischen Nationalbank, wurden die ersten Banknoten mit großen Abbildungen gedruckt. Angesichts ihrer Erkennbarkeit unter der Bevölkerung und der präzisen Ausarbeitung durch die Zeichner entwickelten sich die Illustrationen schnell zu einem grundlegenden Faktor bei der Bekämpfung von Geldfälschung. Die Ikonografie erfüllte jedoch auch eine symbolische Funktion und schuf ein nationales Identitätsgefühl. Die Allegorien und Darstellungen auf den Banknoten verwiesen vor allem auf die Ambitionen und Erfolge Belgiens als Nationalstaat. Wie hat die Belgische Nationalbank das Vaterland im Laufe der Geschichte auf den Franken-Banknoten dargestellt? Sie erfahren es nachfolgend in dieser Ausgabe von ‘Unter der Lupe’.

Geld, das in Rauch aufgeht

Seit seiner Entdeckung 1492 durch Christoph Kolumbus ist Tabak ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft geworden. Und während seine gesundheitsschädlichen Folgen heute allgemein bekannt sind, galt er ursprünglich als Arzneimittel, bevor er zum Symbol für Freiheit und einen Lebensstil wurde, der unter anderem durch den berühmten Cowboy aus der Marlboro-Werbung verkörpert wird. Was viele hingegen nicht wissen, ist, dass Tabak seinerzeit auch ein Zahlungsmittel war…

Marcel Rau: ein vielseitiger Künstler

Wenn man vom Brüsseler Zentralbahnhof zum Temporären Museum der Belgischen Nationalbank geht, sieht man an der Seitenmauer des Hauptgeschäftssitzes der Belgischen Nationalbank runde Steinelemente. Auf jedem von ihnen ist ein Symbol für jeweils unterschiedliche Berufe abgebildet. Die Ornamente sind das Werk von Marcel Rau, dem Künstler, der für den dekorativen Aspekt des neuen Gebäudes verantwortlich war, das nach dem Zweiten Weltkrieg errichtet wurde.

Geld macht nicht glücklich

In einer Vitrine in Saal 3 des Temporären Museums der Belgischen Nationalbank findet man ein kleines Gemälde, auf dem ein musizierendes Skelett einem reichen Privatier einen Schreck einjagt. Nur ein paar Schritte weiter ist ein Notschein mit ein paar tanzenden Skeletten darauf zu sehen. Warum entscheid man sich, solche makabren Szenen auf Geldscheinen abzubilden, und was ist der Zusammenhang zwischen dem Gemälde und dem Geld? In diesem Thema des Monats finden Sie es heraus.

Zu den Münzen bitte hier! Die Entdeckung des Schaltersaals der Nationalbank

Hatten Sie bereits Gelegenheit, sich in den beeindruckenden Schaltersaal der belgischen Nationalbank zu begeben? Haben Sie eine Vorstellung davon, wie er aussehen könnte, und von den Gründen, aus denen man ihn als Privatperson aufsucht? Der Zutritt erfolgt über den Haupteingang der BNB, der nur wenige Schritte vom temporären Museum entfernt liegt. Die Gelegenheit ist gekommen, ihn unter die Lupe zu nehmen.

Geld und seine Traditionen

Wie es die Tradition verlangt, ist am 2. Februar Mariä Lichtmess, eine in Belgien weit verbreitete Praxis. Worin kann der Zusammenhang mit einem Museum bestehen, dessen Gegenstand Geld und Crêpes sind? Ganz einfach in den mit Geld verbundenen Traditionen. Im Rahmen dieses Themas des Monats interessieren wir uns für die verschiedenen Traditionen und Folkloren rund um die Verwendung des Geldes.

Pointillismus im Digitalzeitalter: das Fotomosaik von Robert Silvers

Besucher des temporären Museums haben es sicherlich bereits gesehen: eine riesige 500 Euro-Banknote, die seit einigen Monaten dort ausgestellt wird. Der beeindruckende Geldschein ist 1,2 Meter hoch und 2,3 Meter breit. Tritt man näher, stellt man fest, dass sich der Schein aus vielen tausend kleinen Geldscheinen zusammensetzt. Das Werk mit dem Titel 500 euro fällt unter die Gattung der Fotomosaiken.

Ich und Du und Müllers Kuh!

Mitten zwischen den in Raum 5 der Sonderausstellung der Belgischen Nationalbank ausgestellten Münzen und Banknoten hat sich eine Kuh niedergelassen. Aber warum haben wir uns dafür entschieden, diesem Tier einen Platz in unserem Museum einzuräumen?

Zeichne mir eine Banknote

Der Zeichnung wird derzeit ein besonderer Stellenwert auf unseren Geldscheinen eingeräumt. Doch wer steckt hinter der Gestaltung von Banknoten? Nach welchen Kriterien werden die Künstler oder Grafiker ausgewählt und worin besteht ihre Arbeit? Gehen Sie mit der neuen Ausgabe von „Unter der Lupe“ auf Entdeckungsreise, um Antworten auf diese Fragen zu erhalten…